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Spuerkeess und Wissenschaft gegen den Klimawandel

Spuerkeess und Wissenschaft gegen den Klimawandel

Kim Schumacher

Spuerkeess und Wissenschaft gegen den Klimawandel

Kim Schumacher
Foto : BCEE
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Spuerkeess und Wissenschaft gegen den Klimawandel

~EXTERNE
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Lernen Sie den Nachhaltigkeitsexperten Kim Schumacher kennen und erfahren Sie, was Sie gegen den Klimawandel konkret unternehmen können.

In den vergangenen zwei Jahren hat Spuerkeess mit einem wissenschaftlichen Berater im Bereich Nachhaltigkeit zusammengearbeitet, der der Bank geholfen hat, ihre eigene Forschung zu betreiben und Methoden zu entwickeln, mit denen die von der Erderwärmung ausgehenden Risiken gemessen werden können.

 Seit nunmehr zwei Jahren begleiten Sie uns als Berater zu wissenschaftlichen und Nachhaltigkeitsthemen. Welchen Ratschlag haben Sie als Erstes an unsere Bank gerichtet, und was haben wir in den zurückliegenden 24 Monaten erreicht?

Kim Schumacher: Den Auftakt zu meiner Zusammenarbeit mit Spuerkeess bildete ein Seminar zur Klimarisiken und Krediten, das ich Ende 2019 mitausrichten durfte. Hiervon ausgehend hat sich dann eine enge Beziehung rund um die Einbindung grundlegender Prinzipien nachhaltiger Finanzwirtschaft sowie von ESG-Kriterien (ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie gute Unternehmensführung) in alltägliche Bank- und Anlagegeschäfte entwickelt. Im Verlauf der beiden vergangenen Jahre habe ich eine Reihe an Analysen dazu angestellt, welche potenziellen Klima- und Umweltrisiken sich auf die Tätigkeiten oder Portfolios von Spuerkeess auswirken könnten, und an der Entwicklung verschiedener interner Tools für eine möglichst adäquate Beurteilung und Steuerung dieser Risiken mitgewirkt. Darüber hinaus berate ich Spuerkeess zum Aufbau interner Kapazitäten rund um die neuen und komplexen Herausforderungen der ESG-Thematik und führe hierzu auch Schulungen durch.

 Was bedeutet nachhaltige Finanzwirtschaft für Sie, warum ist dieses Thema wichtig, und wo sehen Sie die aktuellen Trends?

Kim Schumacher: Nachhaltige Finanzwirtschaft ist nichts weniger als ein fundamentaler Paradigmenwechsel, was die künftige Funktionsweise des Finanz- und Bankensektors betrifft. Das Konzept der doppelten Wesentlichkeit erfasst die Grundprinzipien insofern sehr gut, als nachhaltige Finanzwirtschaft darauf abzielt, sowohl die Auswirkungen von ESG-Risiken auf den Finanzsektor zu berücksichtigen als auch umgekehrt den Folgen Rechnung zu tragen, die die Tätigkeiten des Finanzsektors einschließlich der Kreditvergabe und Kapitalanlagen für Umwelt und Gesellschaft haben. Mit dem Voranschreiten von Klimawandel und Umweltzerstörung suchen

Regierungen und Unternehmen nach Möglichkeiten, Nachhaltigkeit weltweit zu fördern. Über die Finanzierung von Projekten und Tätigkeiten, die ESG-Indikatoren gezielt berücksichtigen und Klima- sowie Umweltrisiken mindern, nimmt die Finanzbranche eine Schlüsselrolle ein. Die neuesten Trends auf dem Gebiet nachhaltige Finanzen drehen sich um eine höhere Transparenz über die negativen Folgen wirtschaftlicher Tätigkeit auf das Klima und unsere Umwelt, die Förderung von Nachhaltigkeit auf lokaler und globaler Ebene und den Kampf gegen Greenwashing – den Versuch, sich über reine PR-Maßnahmen ein umweltfreundliches Image zu verleihen.

 Was unterscheidet Spuerkeess in Ihren Augen von anderen Banken in Luxemburg, und wie schneiden wir im internationalen Vergleich ab?

Kim Schumacher: Spuerkeess schneidet unter den luxemburgischen Instituten wie auch auf internationaler Ebene recht gut ab. Aus diesem Grund wurde Spuerkeess bei den ersten Sustainable Finance Awards 2021 (Global Finance) ausgezeichnet.

 Greenwashing ist zu einem ernsten Problem auf dem Gebiet der nachhaltigen Finanzwirtschaft geworden, und auch aus diesem Grund arbeitet die EU derzeit einen strengeren Rechtsrahmen zum Thema ESG aus. Viele Finanzinstitute und ESG-Dienstleister haben in der Vergangenheit allzu rosige Behauptungen aufgestellt, die oft kaum zu überprüfen sind.

 Spuerkeess hat einen anderen Weg eingeschlagen: Anstatt seine Produkte und Dienstleistungen mit einer Vielzahl ESG-bezogener Nachhaltigkeitsbehauptungen zu schmücken, hat Spuerkeess versucht, seine ESG-Anstrengungen im Hintergrund bestmöglich auf eine fundierte wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Jetzt, wo viele dieser Verfahren erste konkrete Ergebnisse liefern und diese hausinternen Instrumente sich in großen Teilen schon mit internationalen Maßstäben messen können, kann Spuerkeess nach und nach immer mehr Produkte und Services an den Markt bringen, die von jenen soliden und fortschreitend verbesserten internen ESG-Wissensstrukturen getragen werden. 

 Was können unsere Kunden – als institutionelle Anleger, Unternehmen oder im privaten Bereich – tun, um zu einem nachhaltigeren Umgang mit unserem Planeten beizutragen? Haben Sie konkrete Tipps?

Kim Schumacher: Alltägliche Verbrauchsgüter von Nahrungsmitteln bis zu gängigen Haushaltsgegenständen sind ein Gebiet, auf dem sich Nachhaltigkeit mit relativ wenig Aufwand steigern lässt. So besteht eine überaus wirksame Maßnahme darin, Nahrungsmittel mit unnötiger Verpackung zu meiden und seltener zu Frischhalte- oder Aluminiumfolie zu greifen. Und dann gibt es natürlich die klassischen Lösungen: auf unnötige Autofahrten verzichten und auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umsteigen, Wasser möglichst sparsam verwenden, Dinge recyceln oder seltener Fleisch essen und sich dafür stärker pflanzenbasiert ernähren.

Darüber hinaus gibt es viele gute Maßnahmen, an die man nicht sofort denkt. So kann man zum Beispiel in einem Teil seines Gartens Wildwuchs zulassen, auf Steingärten verzichten oder schattenspendende Bäume und Sträucher anpflanzen, um im Sommer mit weniger Klimatisierung oder Bewässerung auszukommen und die Biodiversität in städtischen und Wohngebieten zu fördern.

Vielen Dank dafür, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch genommen haben!

Kim Schumacher: Es war mir ein Vergnügen!

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