Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Zwei Apps zur beschleunigten Kostenerstattung durch die CNS
Politik 2 Min. 20.10.2021
Digitalisierung im Gesundheitswesen

Zwei Apps zur beschleunigten Kostenerstattung durch die CNS

Die App der CNS kann ab Freitag geladen werden, die GesondheetsApp gibt es schon länger.
Digitalisierung im Gesundheitswesen

Zwei Apps zur beschleunigten Kostenerstattung durch die CNS

Die App der CNS kann ab Freitag geladen werden, die GesondheetsApp gibt es schon länger.
Montage: CNS
Politik 2 Min. 20.10.2021
Digitalisierung im Gesundheitswesen

Zwei Apps zur beschleunigten Kostenerstattung durch die CNS

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Arztrechnungen zahlen und per QR-Code direkt einschicken: Eine digitale Plattform der CNS bringt sichere, schnelle und einfache Verwaltungswege.

Mithilfe eines QR-Codes seine bezahlte Arztrechnung direkt an die CNS schicken und dann innerhalb von einer Woche die Kosten abzüglich seines Eigenanteils erstattet zu bekommen, das soll jetzt ermöglicht werden. Ab 2023 soll es innerhalb von zwei Tagen gehen.

Eine entsprechende digitale Plattform wurde von der CNS entwickelt und am Mittwoch von Sozialminister Romain Schneider (LSAP), Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP), CNS-Präsident Christian Oberlé und Vertretern der AMMD vorgestellt.  


Verwaltungstechnische Prozeduren sollen mit der App stark vereinfacht werden.
Gesondheets-App als Alleskönner
Die künftige App des Digital Health Network soll Patienten und Ärzten das Leben erleichtern.

Ab Donnerstag kann man die App der CNS herunterladen, die eine beschleunigte Kostenrückerstattung von Arztrechnungen ermöglicht. Auch über die von der Ärztevereinigung AMMD entwickelte GesondheetsApp kann man dann Rechnungen direkt einschicken. Voraussetzung ist, dass das Informatiksystem des Arztes entsprechend digital ausgestattet ist, wofür im Moment kräftig sensibilisiert wird. 

Dem Versicherten das Leben leichter machen

An diesen Kosten beteiligt sich die CNS. „Die CNS vereinfacht den Versicherten so die Verwaltungswege und spart die Briefmarken, es ist für uns effizienter“, erklärte Oberlé den Invest. „Es ist in unserem Interesse, wenn Ärzte mit uns mehr über das Health-Net und gut gesichert kommunizieren.“ Wenn die CNS zu 100 Prozent digital funktioniert, kann das Verschicken von 15 Millionen Dokumenten pro Jahr eingespart werden, rechnete Oberlé vor.    

Derzeit werden die Ärzte für die Aufrüstung sensibilisiert und auch vom Druck der Patienten erhofft man sich, dass die Umstellung innerhalb von einem Jahr  in allen Praxen vonstattengeht. Versicherte können aber weiterhin auch auf den traditionellen Papierweg zurückgreifen, wenn sie sich dem System nicht anvertrauen wollen.  

Andere Anbieter werden folgen

Der Unterschied zwischen den beiden Apps ist, dass man mit der CNS-App auch einen Termin bei der CNS vereinbaren kann und in Kontakt mit Beamten treten kann, ohne sich an einen der Schalter bewegen zu müssen. Man kann auch über die App Zertifikate wie Krankenscheine oder Auslandsüberweisungen übermitteln. 

Die beschleunigte Kostenerstattung
Die beschleunigte Kostenerstattung
Grafik: CNS

Mit der GesondheetsApp kann man sich die Rechnung vom Arzt zudem auf das Smartphone schicken lassen, wenn man keinen Ausdruck möchte, und sie auch digital begleichen. Auch die Vereinbarung von Arztterminen ist darüber möglich. Es wird damit gerechnet, dass sich auch noch andere Anbieter mit ihrer App dem System anschließen werden.  

Der Versicherte soll weiterhin die Wahl haben, wie er vorgehen möchte.

Christian Oberlé, CNS-Präsident

„Die digitale Plattform ermöglicht einen effizienten und hoch gesicherten Austausch zwischen den Versicherten, den Dienstleistern des Gesundheitswesens und den Krankenkassen“, betonte Schneider.  Ab 2023 sollen Rechnungen dann im Rahmen des Paiement immédiat direct (PID) direkt erstattet werden können, sodass der Patient gar kein Geld mehr vorstrecken muss. 

Den generalisierten Tiers payant, bei dem der Arzt direkt mit der CNS abrechnet und der Versicherte außen vor bleibt, lehnt Oberlé ab. „Der Versicherte soll weiterhin die Wahl haben, wie er  vorgehen möchte.“ 

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Der LCGB kritisiert, die Regierung habe seit 2011 wichtige Reformen in der Sozialversicherung und im Gesundheitswesen verschlafen.
Der LCGB befürchtet, dass die Kasse der CNS in drei bis vier Jahren leer sein wird, wenn die Regierung sich nicht um zusätzliche Einnahmequellen bemüht.
Die Einführung des allgemeinen Tiers payant wird derzeit stark diskutiert. Sensibel reagieren vor allem die Ärzte, für die es an den Grundprinzipien des Systems rührt.
ag
Bei der Debatte um die Verallgemeinerung des Drittzahlerprinzips (Tiers payant) auf alle Arztrechnungen ging es um die Grundprinzipien des Gesundheitssystems.
close-up shot of masseur doing neck massage for businesswoman
Soll das Tiers payant für alle Arztrechnungen eingeführt werden? René Pizzaferri, Präsident der Patiente Vertriedung und Alain Schmit, Präsident der AMMD, sind uneins.
ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Arzt misst am 18.09.2013 in seiner Praxis in Stuttgart Bad Cannstatt (Baden-Württemberg) einer Patientin den Blutdruck. (zu dpa «Kassenärzte stellen Projekt für ärztliche Versorgung auf dem Land vor» vom 12.12.2017) Foto: Bernd Weissbrod/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++