Zusammenarbeit zwischen Adem und UEL: Neues Online-Portal zur Arbeitsvermittlung
(TJ) - Mit der interaktiven Plattform JobBoard bewegt sich das Arbeitsamt weiter in Richtung moderner Dienstleister. Arbeitssuchende können sich Unternehmern per Internet "anbieten". Gegebenenfalls besteht für sie die Möglichkeit, einen Lebenslauf auf dem neuen Online-Portal hochzuladen. Zudem wird ihnen ein Zugang geschickt, mit dem sie rund 3.500 Stellenangebote einsehen können.
Die Profile wie auch die Angebote sind anonymisiert. Erst, wenn die Adem-Mitarbeiter überprüft haben, dass die Profile der Arbeitssuchenden mit den Anforderungen der Arbeitgeber übereinstimmen, kommt es zu einer ersten Kontaktaufnahme zwischen den Jobsuchenden und dem Betrieb.
"Im 21. Jahrhundert angekommen"
Adem-Direktorin Isabelle Schlesser erhofft sich, dass mit der neuen Plattform die Kontaktaufnahme zwischen potenziellen Arbeitgebern und Jobsuchenden deutlich vereinfacht wird. "Die Adem ist im 21. Jahrhundert angekommen", so Schlesser.
Vor einem Jahr hatten die Unternehmer und das Arbeitsamt vereinbart, enger zusammenzuarbeiten, um Jobsuchende effektiver in die Arbeitswelt zu integrieren. Sensibilisierungskampagnen und der gemeinsame Ausbau von Weiterbildungskursen sollten jungen Jobsuchenden, Langzeitarbeitslosen und Menschen über 45 helfen, einen neuen Arbeitgeber zu finden.
Das gemeinsam erarbeitete Programm "Entreprises, partenaires pour l'Emploi" scheint erste Früchte zu tragen. Hatten die Unternehmer sich verpflichtet, zwischen 2015 und 2017 jedes Jahr 12.600 Arbeitssuchende einzustellen, so wurde das Ziel 2015 schon leicht übertroffen: Immerhin 12.700 eingeschriebene Arbeitssuchende konnten vermittelt werden. Das waren 1.800 mehr als im Jahr 2014.
23 Partnerunternehmen
23 Unternehmen haben im ersten Jahr aktiv mit der Adem zusammengearbeitet. Dies gaben Arbeitsminister Nicolas Schmit und UEL-Präsident Michel Wurth am Mittwoch bekannt. Weitere Betriebe sollen folgen.
In einem bilateralen Abkommen hatte der Unternehmerverband im Januar 2015 versprochen, in den Jahren 2015 bis 2017 insgesamt 5.000 Arbeitssuchende zusätzlich einzustellen.
Bei den 12.700 Arbeitsplätzen, die im Rahmen des Programms vermittelt werden konnten, handelt es sich um unbefristete Arbeitsverträge, bzw. um zeitlich begrenzte Arbeitsverträge mit längerer Laufzeit. Zudem wurden nach drei Monaten überprüft, ob die neuen Mitarbeiter noch bei dem Unternehmen tätig sind.
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