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Zum Schutz von Langzeitkranken
Politik 19.04.2018

Zum Schutz von Langzeitkranken

Die Neuregelung gibt Langzeitkranken mehr Zeit zur Genesung.

Zum Schutz von Langzeitkranken

Die Neuregelung gibt Langzeitkranken mehr Zeit zur Genesung.
Foto: Guy Wolff
Politik 19.04.2018

Zum Schutz von Langzeitkranken

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Im Zusammenhang mit der umstrittenen 52-Wochen-Regelung haben Sozialversicherungsminister Romain Schneider und die Gewerkschaft OGBL sich auf eine Neuregelung geeinigt.

Die Frist wird um 26 Wochen auf 78 Wochen ausgedehnt, „ohne irgendwelche Bedingungen“, so Carlos Pereira vom OGBL am Donnerstag nach der Unterredung mit dem Minister. Das bedeutet: Arbeitnehmer können in einem Zeitraum von 104 Wochen (zwei Jahre) 78 Wochen krankgeschrieben sein, ohne Angst um ihren Job haben zu müssen. Damit will man Langzeitkranke besser vor Arbeitslosigkeit schützen.

Neu ist auch die progressive berufliche Wiedereingliederung. Diese Prozedur ersetzt den "mi-temps thérapeutique" und hat gleich mehrere Vorteile.

Der Beschäftigte hat die Möglichkeit, während der Krankschreibung stundenweise in den Job zurückzukehren, so wie sein Gesundheitszustand es ihm erlaubt und in Absprache mit dem Arbeitgeber. Während der gesamten Zeit greift die Krankenversicherung. Der Arbeitgeber hat also keinerlei Gehaltskosten zu tragen.


Wer über einen längeren Zeitraum krank ist, muss um seinen Arbeitsplatz fürchten.
52-Wochen-Regelung: Gute Neuigkeiten für Langzeitkranke
Im Konflikt um die umstrittene 52-Wochen-Regelung konnten sich die Regierung und die Sozialpartner am Montag auf eine Lösung einigen.

Und der Arbeitnehmer kann nach und nach wieder in den Job zurückfinden, ohne bei jedem Ausfall wieder zum Arzt gehen zu müssen, um sich krankschreiben zu lassen.

Im Dezember war es bereits zwischen der Regierung, dem OGBL und dem Unternehmerverband UEL zu einer Einigung gekommen, allerdings sah diese eine Fristverlängerung um 26 Wochen unter bestimmten Bedingungen vor, ohne gesetzliche Änderungen. „Wir haben aber festgestellt, dass wir das Problem nur lösen können, wenn wir das Gesetz ändern“, so Pereira.

Minister Romain Schneider wird die Neuregelung in naher Zukunft mit dem LCGB und den Arbeitgebervertretern diskutieren und den Gesetzesvorentwurf dem Kabinett vorlegen. Da es sich nur um minimale Gesetzesanpassungen handelt, hofft der Minister, dass die Neuregelung zum 1. Januar 2019 in Kraft treten kann.

Der christliche Gewerkschaftsbund LCGB war bei der vom OGBL angefragten Dringlichkeitssitzung nicht anwesend. Die Gewerkschaft hat in dieser Angelegenheit eine andere Meinung und fordert, dass die 52-Wochen-Regelung ersatzlos gestrichen wird.

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