Zuglinie Bettemburg-Thionville

Im Gleiswechselbetrieb nach Frankreich

Während die Zugstrecke von Luxemburg nach Bettemburg auf vier Gleise ausgebaut wird, gibt es jetzt erste Pläne zur Nachbesserung auf der französischen Seite.
Während die Zugstrecke von Luxemburg nach Bettemburg auf vier Gleise ausgebaut wird, gibt es jetzt erste Pläne zur Nachbesserung auf der französischen Seite.
Foto: Lex Kleren

(km) - Die Zugverbindungen zwischen Luxemburg und Thionville sind in den Hauptverkehrszeiten komplett überlastet. „Deswegen hat die Verbesserung des Schienennetzes auf dieser Strecke für mich Vorrang“, erklärte Transportminister François Bausch am Mittwochmittag im Rahmen eines Pressetermins zum Thema grenzüberschreitende Mobilität.

Gemeinsam mit dem französischen Staatssekretär Christian Eckert stellte er Projekte zur Auflockerung der Verkehrssituation vor. „Es sind nicht die Wege nach Paris, die wichtig für Luxemburg sind, sondern die nach Thionville“, sagte Bausch. Der Fokus lag auf dem Schienenverkehr. 

Die Zugstrecke von Luxemburg-Stadt nach Bettemburg wird derzeit von zwei auf vier Gleise ausgebaut. Jetzt müsse aber auch auf der französischen Seite gehandelt werden. Die Verhandlungen hierzu sind am Laufen.

Die zwei Gleise zwischen Bettemburg und Thionville können bisher ausschließlich in eine Richtung genutzt werden. „Kommt es auf einer Spur zu einer Panne, dann fällt der gesamte Verkehr in diese Richtung aus“, erklärte Bausch. Der Ausbau zum Gleiswechselbetrieb sei somit zwingend notwendig. Damit könnten die zwei Gleise auch für beide Richtungen genutzt werden.

Einen genauen Beginn konnten aber weder Bausch noch Eckert nennen. Zwar sprachen beide fortwährend von „konkreten Plänen“, Zeit- und Finanzierungsangaben blieben aber im Vagen.

Eckert und Bausch stellten folgende weitere Punkte vor:

  • Neue grenzüberschreitende Buslinien werden geschaffen. Besonders von Thionville und Longwy sollen Busse die Grenzgänger von den neuen P+R-Plätzen abholen und nach Luxemburg bringen. Das Großherzogtum finanziert die Buslinien fast komplett mit 14 Millionen Euro im Jahr.

  • Die Umgehungsstraße Audun-le-Tiche soll eventuell bis zur RN52 verlängert werden. Dieses Projekt ist noch in der Prüfungsphase.

  • Ein "neues, leistungsfähiges Verkehrsmittel" soll Belval und Micheville verbinden. Welches Verkehrsmittel dies sein soll, ließ Verkehrsminister Bausch offen, nannte aber den Hochleistungsbus Mettis in Metz als Beispiel.

  • Die Viertel Ecocité und Belval sollen mit umweltfreundlichen Verkehrsverbindungen ausgestattet werden. Die beiden Gebiete sind nur drei bis fünf Kilometer voneinander entfernt.