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Zufriedenheitsstudie: "Wir können es besser machen"
Politik 2 Min. 17.06.2015 Aus unserem online-Archiv

Zufriedenheitsstudie: "Wir können es besser machen"

Die Fédération des artisans hat 500 Betriebe um ihre Meinung zur Adem befragt.

Zufriedenheitsstudie: "Wir können es besser machen"

Die Fédération des artisans hat 500 Betriebe um ihre Meinung zur Adem befragt.
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Politik 2 Min. 17.06.2015 Aus unserem online-Archiv

Zufriedenheitsstudie: "Wir können es besser machen"

Die Fédération des artisans hat 500 Betriebe um ihre Meinung zur Adem gefragt. Insgesamt fällt das Ergebnis eher positiv aus. Dennoch bleibt einiges zu tun, vor allem bei der Anpassung der Bewerberprofile an die Jobs und bei der Weiterbildung der Arbeitssuchenden.

(mig) - Die Union des entreprises luxembourgeoises (UEL) und die Regierung haben im Januar vereinbart, bis 2018 5.000 zusätzliche Arbeitssuchende in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dazu müssen die Betriebe enger mit der Adem zusammenarbeiten. Doch wie zufrieden sind die Betriebe mit der Arbeit der Beschäftigungsagentur? Melden sie der Adem ihre offenen Stellen? Wissen sie, dass sie Hilfen beantragen können, insbesondere, wenn sie junge Jobsuchende einstellen? Diesen Fragen ist der Handwerkerverband im April nachgegangen. 500 von 2.500 angeschriebenen Betrieben (ab fünf Arbeitnehmer), davon die Hälfte aus dem Bausektor, haben bei der Umfrage mitgemacht.

Nur 44 Prozent der befragten Betriebe melden ihre offenen Stellen systematisch bei der Adem. Jeder fünfte Betrieb hat gar keine Verbindung zur Adem, 36 Prozent melden ihre offenen Stellen nur ab und zu. Mit einer Sensibilisierungskampagne will der Handwerkerverband mehr Betriebe zu einer systematischen Zusammenarbeit mit der Adem bewegen.

Profile passen nicht

Die Betriebe rekrutieren neue Arbeitnehmer vor allem durch Empfehlung Dritter, die Adem kommt erst an zweiter Stelle. Das hat mit den Profilen zu tun. Zwei Drittel der Betriebe geben an, dass die Profile, die ihnen von der Adem vermittelt werden, nicht zum Job passen. Daran will die Adem Arbeitsminister Nicolas Schmit zufolge weiter arbeiten. Um die Profile passend zu machen, muss in die Weiterbildung der Arbeitssuchenden investiert werden. Schmit versprach den Vertretern der Fédération des artisans, sie bei der Schaffung der geplanten Kompetenzzentren, in denen Fachkräfte gezielt ausgebildet werden sollen, zu unterstützen und mit den Zentren zusammenzuarbeiten. 

Die Bereitschaft, bei der Besetzung offener Arbeitsstellen künftig auf die Adem zurückzugreifen, ist vorhanden, auch bei den Betrieben, die angaben, noch nie mit der Adem zusammengearbeitet zu haben. 80 Prozent dieser Betriebe sagten sich in der Umfrage bereit dazu, wenn die Dienstleistung ihren Erwartungen besser entspräche.

Informationsbedarf

Interessant ist auch, dass ein Viertel der Betriebe die Internetseite der Adem und die Hälfte der Betriebe die telefonische Kontaktadresse für Betriebe (Service employeur - 2478-8000) nicht kennt. Auch hier will der Handwerkerverband aktiv werden.

Interessant ist auch folgender Aspekt: Die Mehrzahl der befragten Betriebe (54 Prozent) weiß gar nichts von einem Abkommen zwischen der UEL und der Regierung, mit dem Ziel, 5.000 zusätzliche Jobsuchende einzustellen, 84 Prozent aber halten das Abkommen für eine gute Idee.

Informationsbedarf besteht auch bei den Programmen, die dazu dienen, junge Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Vom Programm "Job Elo", der im Rahmen der Jugendgarantie ins Leben gerufen wurde, haben 90 Prozent der Betriebe keine Ahnung.

Arbeitsminister Nicolas Schmit ist etwas überrascht über das doch sehr positive Ergebnis der Umfrage. Sie offenbare die Früchte dessen, was bereits geleistet wurde, und sie zeige Pisten auf, wo noch Handlungsbedarf besteht. Er sieht die Umfrage als Ermutigung, es noch besser zu machen. In diesem Zusammenhang hegt der Minister große Hoffnungen in das Projekt E-Adem, das den direkten Austausch zwischen Arbeitgebern und Jobsuchenden ermöglicht. Das Instrument soll bis Ende des Jahres operativ sein.




 


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