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Zivilcourage

Zivilcourage

AFP
Leitartikel Politik 2 Min. 14.01.2019

Zivilcourage

Vesna ANDONOVIC
Vesna ANDONOVIC
Da kann einem nicht nur mulmig, sondern richtig angst und bange werden, wenn man sich durch einige Twitter- oder Facebook-Kommentare liest. Diese Erfahrung musste unlängst auch die ZDF-Journalistin Nicole Diekmann machen: Auf den „Nazis raus“-Tweet hin, den sie auf ihrem privaten Account am 1. Januar veröffentlichte, wurde ihr Vergewaltigung gewünscht, gar mit Mord gedroht.

Längst sind soziale Netzwerke nicht mehr nur Diskussionsplattformen, sondern haben sich zum verbalen Schlachtfeld gewandelt, auf dem sich viele Menschen herumtummeln, deren Lieblingsbeschäftigung Pöbeln, Beleidigen und Hetzen ist. Wer im Social-Media-Zeitalter weiterhin „Schweigen ist Gold“ als gesellschaftliche Benimmmaxime befolgt, überlässt aber genau derartigen hässlichen Auswüchsen das Feld: Ein Fehler, der uns alle teuer zu stehen kommt.

So etwas wie eine unüberschreitbare Grenze des Minimalanstandes ist beim Kommentieren meist Fehlanzeige: Erlaubt ist, was trifft – möglichst schmerzhaft und am besten weit unter der Gürtellinie ...

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