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Zithaklinik: Ärzte in Sorge um Zukunft "ihres" Hauses
Politik 2 Min. 23.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Zithaklinik: Ärzte in Sorge um Zukunft "ihres" Hauses

Bleibt die "Zitha" ein vollwertiges Krankenhaus? Diese Frage stellt sich die Ärzteschaft.

Zithaklinik: Ärzte in Sorge um Zukunft "ihres" Hauses

Bleibt die "Zitha" ein vollwertiges Krankenhaus? Diese Frage stellt sich die Ärzteschaft.
Foto: Gerry Huberty
Politik 2 Min. 23.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Zithaklinik: Ärzte in Sorge um Zukunft "ihres" Hauses

Die Ärzte der Zithaklinik machen sich Gedanken um "ihr" Krankenhaus und befürchten eine Verlagerung wichtiger Bereiche nach Kirchberg.

(TJ) -  Die Ärzte der Zithaklinik machen sich Gedanken um "ihr" Krankenhaus und befürchten eine Verlagerung wichtiger Bereiche nach Kirchberg. In einem Brief an Verwaltungsratspräsident Frank Wagener äußert die Ärzteschaft Bedenken, dass die Zithaklinik als Krankenhaus nicht in der Form renoviert und vergrößert werden könnte, wie dies im März im Parlament beschlossen wurde.

Unter anderem befürchten die Mediziner, dass in der Zithaklinik künftig nur noch die Psychiatrie, die Augenchirurgie, die plastische Chirurgie, die kleine Gefäßchirurgie, Zahnmedizin und Geriatrie angeboten werden könnten. Dies würde nicht dem so genannten "Scénario 2+" entsprechen, wie es vom Verwaltungsrat der Hôpitaux Robert Schumann" beschlossen worden war und das in der Form auch als Vorlage für die Abstimmung über die Renovation des Krankenhauses im Parlament gedient hatte.

Angst vor Verlagerung

Im allgemeinen Sorgen die Ärzte sich um eine Verlagerung wichtiger Dienste aus der Stadt heraus, nach Kirchberg. Dort will man jedoch einen Bettenmangel feststellen, zudem sei das Spital auf Kirchberg nicht mehr ausbaufähig. Die Ärzteschaft hat das Vertrauen in den Verwaltungsrat verloren und dementsprechend schlecht sei auch die Stimmung. Man fürchtet um die Arbeitsplätze.

Vom Verwaltungsrat fordern die Mediziner, dass die Zithaklinik modernisiert wird, wie dies im März in der "Chamber " beschlossen wurde. Zudem möchte man genaue Angaben zum Zeitplan bekommen.

Unruhe gab es innerhalb der Zitha-Klinik schon länger. Vier Neurologen hatten die Zithaklinik geschlossen verlassen und waren ins CHL gewechselt. Der stellvertretende Generaldirektor im Krankenhausverbund "Hôpitaux Robert Schuman", zu denen das Kirchberg-Krankhaus und die ZithaKlinik gehören, trat Anfang Juli von seinem Posten zurück.

Lesen Sie hier den Brief der Mediziner:

Verwaltungsrat will Missverständnisse ausräumen

Am Donnerstagabend reagierte der Verwaltungsratspräsident: Man habe keinerlei Absichten, von der vorgegebenen Marschroute abzuweichen. Derzeit seien die Verantwortlichen der Kliniken dabei, organisatorische und strukturelle Fragen zu analysieren.

Dies alles geschehe "im Interesse des Patienten", so Wagener weiter. Im Herbst werde es eine breite Konsultierung geben, um eventuelle Missverständnisse auszuräumen.

Hier geht es zur Mitteilung des Verwaltungsratspräsidenten:




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