Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Zeit ist Geld
Leitartikel Politik 2 Min. 21.03.2018
Exklusiv für Abonnenten

Zeit ist Geld

Leitartikel Politik 2 Min. 21.03.2018
Exklusiv für Abonnenten

Zeit ist Geld

Claude FEYEREISEN
Claude FEYEREISEN
Die verlorenen Jahre in der Wohnungsbaupolitik treffen die sozial Schwachen.

Wer in Luxemburg den Mindestlohn bezieht, ist de facto arm. Vom Bruttolohn in Höhe von 1 998,59 Euro bleiben nach Abzügen kaum mehr als 1 700 Euro übrig. Und dieses Einkommen liegt nur knapp über dem Betrag, der als Armutsgrenze gilt: Bürger, die mit weniger als 1 689 Euro auskommen müssen, gelten laut Statec als armutsgefährdet. 

 Die Lebensumstände dieser Bevölkerungsgruppe werden greifbar, wenn man die Armutsschwelle in Relation zu den monatlichen Mietkosten setzt: Im Schnitt fallen laut „Observatoire de l'habitat“ für eine Wohnung 1 380 Euro (Stand: 2016) an, für ein Haus gar 2 508 Euro ...

Sofort weiterlesen
Geben Sie einfach Ihre E-Mail Adresse ein und lesen Sie den vollständigen Artikel.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Ganz neu im Geschäft
Sam Tanson ist die erste grüne Wohnungsbauministerin. Auf ihr lastet eine große Verantwortung, denn die Wohnungsnot wird angesichts des starken demografischen Wachstums von Jahr zu Jahr größer.
Die Wohnungsbauministerin Sam Tanson möchte den öffentlichen Immobilienbestand ausbauen und vor allem mehr Sozialwohnungen bauen.
Das Phänomen TVA logement
2015 schaffte die Regierung den superreduzierten Steuersatz auf Mietwohnungen ab, um Mehreinnahmen von jährlich 60 Millionen Euro zu generieren. Viele Organisationen warnten vor den Konsequenzen auf den Wohnungsmarkt. Eine Analyse.
Bei der Frage, ob die Erhöhung der TVA logement auf dem Bau von Mietwohnungen die Preisentwicklung angeheizt hat, gehen die Meinungen auseinander.
Budget 2016: Großbaustelle Wohnungsbau
Die Regierung hat, wie die Mehrheiten zuvor, den Wohnungsbau zur Priorität erklärt und den steigenden Immobilienpreisen den Kampf angesagt. Um "Nägel mit Köpfen zu machen", stockt man die Mittel im Budget 2016 um ein Drittel auf 201 Millionen Euro auf.
Die Regierung will bis 2025 über 10.000 Wohnungen bauen oder teilfinanzieren und so die Preissteigerung abbremsen.
Wohnungsbau: Nicht einhaltbare Versprechen
Die Regierung verspricht den Bau zwischen 2010 und 2025 von 10.517 subventionierten Wohnungen, doch dazu müssten die großen öffentlichen Bauträger ihre Produktivität um ein Vielfaches binnen kürzester Zeit steigern. Dass das nicht möglich sein wird, weiß auch Ressortministerin Maggy Nagel. 
Die Regierung will das Angebot an sozialen Wohnungen steigern, um der Preisspirale auf dem Immobilienmarkt Einhalt zu gebieten.