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Zehn Tage "Pappe-Congé"
Politik 14.12.2017 Aus unserem online-Archiv
Im Parlament

Zehn Tage "Pappe-Congé"

Der "Pappe-Congé" wird von zwei auf zehn Tage pro Jahr erhöht, so wie es eine EU-Direktive vorsieht.
Im Parlament

Zehn Tage "Pappe-Congé"

Der "Pappe-Congé" wird von zwei auf zehn Tage pro Jahr erhöht, so wie es eine EU-Direktive vorsieht.
Foto: Shutterstock
Politik 14.12.2017 Aus unserem online-Archiv
Im Parlament

Zehn Tage "Pappe-Congé"

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Am Donnerstag stimmt das Parlament über neue Sonderurlaubsregelungen ab. Dazu zählt auch der "Pappe-Congé", der von zwei auf zehn Tage erhöht wird. Er gilt ab 2018.

(mig) - Am Donnerstagnachmittag stimmen die Abgeordneten in der Chamber über Änderungen bei den Sonderurlaubstagen ab. Ziel ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Der "Pappe-Congé" wird von zwei auf zehn Tage pro Jahr erhöht, so wie es eine EU-Direktive vorsieht. Ursprünglich hatte die Regierung fünf Tage vorgesehen.

Der Mutterschaftsurlaub (Congé postnatal) wird generell auf zwölf Wochen ausgeweitet, unabhängig davon, ob Mütter ihr Kind stillen oder nicht.

Der neue "Congé pour raisons familiales" verspricht mehr Flexibilität beim Umgang mit den freien Tagen.

Heute stehen Eltern jeweils zwei freie Tage zu, um sich um ihre kranken Kinder (null bis 15 Jahre) zu kümmern. Werden die Tage nicht gebraucht, verfallen sie.

Künftig werden die Urlaubstage nach dem Alter des Kindes gestaffelt und können innerhalb dieser Altersspanne genutzt werden.

  • Für Kinder bis vier Jahre stehen jedem Elternteil zwölf Tage zu.
  • Für Kinder zwischen vier und 12 Jahren gibt es 18 Tage pro Elternteil.
  • Für 13- bis 18-Jährige, die im Krankenhaus stationär behandelt werden, gibt es pro Elternteil fünf freie Tage
  • Bei behinderten Kindern verdoppelt sich die jeweilige Zahl an Urlaubstagen. In schwerwiegenden Fällen kann der Sonderurlaub auf Anraten des "Contrôle médical" auf maximal 52 (von 104) Wochen erhöht werden.

Weitere Änderungen

Die Urlaubstage im Falle eine Eheschließung werden von sechs auf drei gekürzt. Im Falle einer eingetragenen Partnerschaft (PACS) gibt es künftig nur noch einen Urlaubstag (heute sechs). Der Sonderurlaub für die Eltern im Falle einer Eheschließung wird von zwei auf einen Tag gekürzt. Im Falle einer eingetragenen Partnerschaft gibt es für die Eltern keinen freien Tag mehr.

Für Sterbefälle innerhalb der Familie (Verwandtschaft zweiten Grades) bleibt es bei einem Urlaubstag. Stirbt ein minderjähriges Kind, haben die Eltern ein Recht auf fünf freie Tage.

Bei Umzügen werden weiterhin zwei Tage gewährt, allerdings nur einmal innerhalb von drei Jahren.


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