Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Zahl der Asylanträge nimmt wieder zu
Politik 20.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Zahl der Asylanträge nimmt wieder zu

Die Einwanderungsbehörde in Luxemburg-Stadt.

Zahl der Asylanträge nimmt wieder zu

Die Einwanderungsbehörde in Luxemburg-Stadt.
Foto: Pierre Matgé
Politik 20.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Zahl der Asylanträge nimmt wieder zu

Nachdem die Zahl der Asylanträge im April im Zuge der Corona-Krise auf rekordverdächtige zehn gesunken war, liegt sie im Juli wieder bei 94.

(SC) - 94 Asylanträge wurden in Luxemburg im Juli gestellt. Dies stellt einen Anstieg im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten dar. Im April lag die Zahl der Anträge bei lediglich 10, bis Juni war sie wieder auf 39 gestiegen. Im Jahresvergleich liegt die Zahl der Asylanträge allerdings immer noch sehr niedrig - im Juli 2019 waren es 133, im Juli 2018 sogar noch 238.


IPO.Ausreise minderjähriger Flüchtlinge aus Athen.Jean Asselborn, Marie-Josée Jacobs.Ankunft Luxemburg Findel. Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Rekord-Rückgang an Asylanträgen im April
Die Covid-19-Pandemie wirkte sich auch auf die Zahl der Asylanträge in Luxemburg aus: Im April gingen lediglich zehn Anträge auf internationalen Schutz ein.

Insgesamt suchten in diesem Jahr bis Juli 537 Menschen Asyl in Luxemburg - etwas weniger als halb so viel, wie in den sieben ersten Monaten des Jahres 2019 (1.196). Jeweils 26 Antragssteller kamen im vergangenen Monat aus Afghanistan und Syrien. Zwölf Anträge wurden von Eritreern gestellt und fünf von Tunesiern. Die meisten Anträge kamen dieses Jahr aus Syrien (22,5 Prozent), Eritrea (13,6 Prozent) und Afghanistan (10,2 Prozent). 7,1 Prozent der Asylantragssteller kamen aus Venezuela.

199 Anträge wurden im Juli angenommen - rund hundert mehr, als im Vormonat. 44 Anträge wurden abgelehnt. Insgesamt wurden in diesem Jahr bis Juli rund 50 Prozent aller Anträge angenommen (441). 207 Anträge wurden abgelehnt. Zwei Asylsuchende wurden im Juli nach Deutschland transferiert, während ein Asylsuchender von Belgien nach Luxemburg übermittelt wurde. 


Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Nach zwei Massenfluchten aus Quarantäne-Lagern hat die italienische Regierung Soldaten zur Bewachung der Flüchtlinge abkommandiert. Die Befürchtung, dass die Migranten mit Corona infiziert sein könnten, war nur teilweise begründet.
27.07.2020, Italien, Porto Empedocle: Italienische Polizisten stehen vor einer Gruppe tunesischer Migranten, die versuchten, das Aufnahmezentrum zu verlassen. Foto: Fabio Peonia/LaPresse via ZUMA Press/dpa +++ dpa-Bildfunk +++