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Zahl der Asylanträge leicht gesunken
Flüchtlinge im Foyer pour refugiés Marienthal.

Zahl der Asylanträge leicht gesunken

Foto: Gerry Huberty
Flüchtlinge im Foyer pour refugiés Marienthal.
Politik 13.02.2019

Zahl der Asylanträge leicht gesunken

Im Januar kamen etwas weniger Asylbewerber nach Luxemburg als im Vormonat. Trotzdem bleibt die Zahl der Ankünfte im Jahresvergleich hoch.

(mth) - Die Zahl der Asylanträge internationaler Schutzsuchender in Luxemburg ist im Januar gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Das gab die Abteilung Immigration des Außenministeriums am Mittwochmorgen bekannt.

Demnach sind im vergangenen Monat 226 Asylanträge bei der Behörde eingegangen, also 46 weniger als im Dezember 2018. Es handelt sich trotzdem um die höchste Zahl an Schutzsuchenden seit 2016, die in einem Januar Asyl beantragt haben. In jenem Jahr tobte der syrische Bürgerkrieg auf seinem Höhepunkt und Luxemburg empfing allein im ersten Monat des Jahres 265 Menschen.

30,9 Prozent der Antragssteller bekamen das Flüchtlingsstatut gewährt, bei 39,5 Prozent konnte noch keine Entscheidung getroffen werden, 18 Prozent wurden abgewiesen, bei 3,9 Prozent war der Antrag nicht gültig, da sie aus einem als sicher geltenden Ursprungsland kamen.

Die mit Abstand größte Zahl an Asylbewerbern kam aus Eritrea (31 Personen), dem Irak (16 Personen), Syrien (14 Personen), Afghanistan (9 Personen) und Somalia (9 Personen).


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Bilanz der Asylpolitik
2.205 Asylanträge wurden im vergangen Jahr hierzulande gestellt, dies geht aus den Zahlen hervor, die Außenminister Jean Asselborn am Montag der zuständigen Chamberkommission sowie der Presse darlegte.

Im Rahmen des Dubliner Abkommens, das bestimmt, welcher Staat für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft gestellten Asylantrags zuständig ist, wurden zudem 20 Personen an andere EU-Staaten zurückgewiesen, während 6 Personen nach Luxemburg transferiert wurden.

Im Januar gab es zudem 24 Rückführungen abgelehnter Bewerber. 20 davon fanden Freiwillig statt, in vier Fällen musste Zwang ausgeübt werden.



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Flüchtlinge,Flüchtlingsheim,Foyer pour refugiés,ici:Marienthal.Foto:Gerry Huberty