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Xavier ist der Beste
Der Premierminister steht bis zum Schluss im Mittelpunkt der Kampagne.

Xavier ist der Beste

Foto: DP
Der Premierminister steht bis zum Schluss im Mittelpunkt der Kampagne.
Politik 2 Min. 11.10.2018

Xavier ist der Beste

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Am Donnerstagnachmittag schlossen die acht Spitzenkandidaten der DP ihre Wahlkampagne ab. Premierminister Xavier Bettel stand auch hier ganz im Mittelpunkt.

Zunächst gab es ganz viel Lob von Corinne Cahen - Parteipräsidentin und zusammen mit Xavier Bettel Spitzenkandidatin im Zentrum. Sie dankte den 60 Kandidaten, die alle voll hinter Bettel stünden. Sie lobte das ausführliche Wahlprogramm mit seinen 120 Seiten voll konkreter Ideen: "Kein anderes Programm ist so detailliert", sagte sie und präzisierte, dass es in den drei Landessprachen und in zwei weiteren in Kurzfassung vorgelegt wurde, dass es eine Version in sogenannter leichter Sprache gibt und auch eine Hörbuch-Fassung für Hörgeschädigte. "Wir stehen wirklich für das Luxemburgisch, aber auch für Mehrsprachigkeit." Unter den Kandidaten habe eine extrem gute Stimmung geherrscht. "Teamgeist war großgeschrieben - das ist den Leuten aufgefallen." 

Cahen sang aber auch ein Loblied auf Bettel, der von allen Spitzenkandidaten bei Weitem am meisten auf Wahlversammlungen eingeladen hatte. "Für ihn hörte das Land nicht in Diekirch auf, er war auch in Heinerscheid und überall war der Saal übervoll", sagte sie. Er habe auch keinen Monolog geführt, sondern vor allem auf Fragen geantwortet. Und dann noch eine Empfehlung: "Wir brauchen einen Botschafter, der das Land auch im Ausland gut vertritt. Für Xavier Bettel ist jeder gleich - er kann mit jedem sprechen, ob mit einfachen Menschen hier auf der Straße oder mit den Großen auf der Weltbühne."

In der Politik ist es wichtig, Entscheidungen zu treffen

Bettel bestätigte Cahens Beobachtung, dass er den Austausch mit den Bürgern angestrebt hat: "Für mich ist Zuhören ganz wichtig." In der Politik sei es aber auch wichtig, Entscheidungen zu treffen. Nun sei es aber zunächst am Bürger, zu entscheiden: Ob optimistisch und positiv weitergearbeitet oder mit Ängsten verbunden eher stehen geblieben oder sogar rückwärts gegangen wird und ob Investitionen hochgehalten werden oder alles verdammt und sich von der Außenwelt abgeschottet wird. "Wir haben klar gemacht, was den Wähler erwartet, wir sind aber auch stolz auf das Geleistete und verstehen nicht, wie man es schlechtreden kann, wenn es dem Land so gut geht."

Ich gehe dahin, wo der Wähler mich hinschickt.

Dass die Wirtschaft wieder drehe, sei nicht vom Himmel gefallen, sondern Resultat einer guten Politik. "Wenn kein Wirtschaftswachstum da ist, können wir auch keine Sozialpolitik machen", verteidigte er diese Politik. Mit den Worten, die Regierung habe die Kaufkraft gestärkt und die DP wolle das Land in eine sichere Zukunft führen, warb er nochmals kräftig um Stimmen. Es gehe dabei nicht um seine persönliche Zukunft, sondern um die Politik, die in den nächsten fünf Jahren gemacht werden soll und wie das Land sich entwickeln soll. "Ich gehe dahin, wo der Wähler mich hinschickt", sagte er auf die Frage, ob er auch auf der Oppositionsbank Platz nehmen würde.


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