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Wozu Mittelalterforschung?
Das Evangeliar von Echternach (Codex aureus) wurde zwischen 1030 und 1050 in der Benediktinerabtei von Echternach geschaffen.

Wozu Mittelalterforschung?

Foto: LW-Archiv
Das Evangeliar von Echternach (Codex aureus) wurde zwischen 1030 und 1050 in der Benediktinerabtei von Echternach geschaffen.
Politik 8 Min. 07.05.2018

Wozu Mittelalterforschung?

Zum 30. Jubiläum des Cludem – Warum das Bild des finsteren Mittelalters auf falschen Annahmen beruht und die Erforschung auch Antworten auf Fragen der Gegenwart liefert.

Von Michel Pauly*

Am 26. April 2018 feierte das Centre luxembourgeois de Documentation et d’Etudes médiévales (Cludem) 30 Jahre historische Forschungen. Bei der akademischen Sitzung im Lëtzebuerg City Museum wurde die Frage aufgeworfen, warum man im 21. Jahrhundert überhaupt zu mittelalterlichen Themen forschen soll.

Die erste Antwort lautete: Weil es schöne Dinge zu entdecken gibt! Der Altaraufsatz von Rosport, die Buchmalerei aus Echternach, die Fresken im Kirchlein von Rindschleiden, die Siegel der Stadtschöffen von Luxemburg, oder wenn man den Blick ein wenig über die nationalen Grenzen in den ehemaligen lotharingischen Raum richtet: die Reliquienschreine aus dem Maastal, die Elfenbeinschnitzereien von Metz, die Bildchronik Erzbischof Balduins von Trier über Heinrichs Romfahrt – alles Kunstschätze, die die Auseinandersetzung mit dem Mittelalter zum ästhetischen Genuss machen ...

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