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Wohnungsbaupolitik: 700 neue Wohnungen pro Jahr
Politik 2 Min. 27.10.2014

Wohnungsbaupolitik: 700 neue Wohnungen pro Jahr

Zwischen 2010 und 2025 soll der Bau von 10.517 Wohnungen vom Staat finanziert oder teilfinanziert werden.

Wohnungsbaupolitik: 700 neue Wohnungen pro Jahr

Zwischen 2010 und 2025 soll der Bau von 10.517 Wohnungen vom Staat finanziert oder teilfinanziert werden.
Foto: Anouk Antony
Politik 2 Min. 27.10.2014

Wohnungsbaupolitik: 700 neue Wohnungen pro Jahr

Die Regierung hat den Wohnungsbau zu einer ihrer Prioritäten erklärt. Sie will mehr Geld als bisher in den Bau von Wohnungen stecken, um das Angebot massiv auszubauen. Zwischen 2010 und 2025 sollen insgesamt 10.517 Wohneinheiten entstehen. Das sind 700 Wohnungen pro Jahr.

(mig) - Die Regierung hat den Wohnungsbau zu einer ihrer Prioritäten erklärt. Sie will mehr Geld als bisher in den Bau von Wohnungen stecken, um das Angebot massiv auszubauen. Zwischen 2010 und 2025 sollen insgesamt 472 Bauprojekte (10.517 Wohneinheiten) entstehen. Das teilte Wohnungsbauministerin Maggy Nagel am Montag bei einer Pressekonferenz mit.

Diese Bauprojekte befinden sich im mehrjährigen Wohnungsbauprogramm (2015-2025), der vor zwei Wochen im Regierungsrat genehmigt wurde. 55 Prozent der Wohnungen sind für den Verkauf, elf Prozent sind Studentenwohnungen (1.156 Wohnungen). Die restlichen sind Mietwohnungen.

Die 472 Bauprojekte teilen sich auf in 339 bestehende Projekte (8.515 Wohneinheiten), von denen laut Wohnungsbauministerium schätzungsweise rund zehn Prozent bereits fertiggestellt wurden, und in 129 neue Bauprojekte, die 2.002 Wohneinheiten ausmachen werden. Für die 129 Projekte gibt der Staat zwischen 2016 und 2025 rund 200 Millionen Euro aus. Für das gesamte mehrjährige Programm plant der Staat 600 Millionen Euro ein.

Umsetzung der Bauprojekte

Die Bauprojekte werden mit folgenden Bauträgern umgesetzt:

- Gemeinden: 243 Projekte (2.273  Wohneinheiten)

- Fonds du logement: 160 Projekte (3.711  Wohneinheiten)

- SNHBM: 41 Projekte (3.582  Wohneinheiten)

- Vereinigungen/Stiftungen: 18 Projekte (236  Wohneinheiten)

- Private Bauträger: 3 Projekte (484  Wohneinheiten)

- Andere Bauträger: 3 Projekte (231  Wohneinheiten, ausschließlich soziale Mietwohnungen)

Wer bekommt wieviel?

Die Verteilung der 200 Millionen Euro für die neuen Projekte sieht wie folgt aus:

- Fonds du logement: 103,37 Mio Euro

- SNHBM: 12,5 Mio Euro

- Vereinigungen und Stiftungen: 14,95 Mio Euro

- Gemeinden: 73,6 Mio Euro

Weitere Maßnahmen und Reformen

- Reform des Fonds du logement, um die Effizienz der Behörde zu verbessern. Die Regierung wird ein Audit in Auftrag geben.

- Reform des Pacte logement: Die staatlichen Zuschüsse im Zusammenhang mit dem Wohnungsbaupakt fließen auch nach 2017 weiter an die Gemeinden, allerdings sollen sie vorzugsweise in den Bau von Wohnungen anstatt wie bisher in den Bau von kommunalen Infrastrukturen investiert werden. Ein Teil der Pacte logement-Gelder werden auch in die Finanzierung der 129 neuen Projekte fließen, aber erst ab 2016, weil das Gesetz noch abgeändert werden muss.

- Baulückenprogramm

- Abschaffung der aide épargne-logement ab 2015

- Einkommensdeckelung bei der Zinsbonifikation (vierfaches soziales Mindesteinkommen), aber nur für Haushalte, die nach dem 1. Januar 2015 eine Immobilie erwerben. 


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