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"Wohnungsbauoffensive tut Not"
Politik 23.08.2018 Aus unserem online-Archiv

"Wohnungsbauoffensive tut Not"

Déi Gréng möchten den Bau von Sozialwohnungen ankurbeln

"Wohnungsbauoffensive tut Not"

Déi Gréng möchten den Bau von Sozialwohnungen ankurbeln
Shutterstock
Politik 23.08.2018 Aus unserem online-Archiv

"Wohnungsbauoffensive tut Not"

Patrick BESCH
Patrick BESCH
Für Déi Gréng ist Wohnbaupolitik ein zentrales Wahlkampfthema. Sie fordern ein Zuhause für jedermann.

"Wir brauchen eine Wohnungsbauoffensive, die vom Staat und den Gemeinden getragen wird." Diese Kernaussage beschreibt, wie Déi Gréng die Wohnungsproblematik in Luxemburg in Angriff nehmen wollen. Auf einer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen präsentierten die beiden Spitzenkandidaten Henri Kox (Osten) und Stéphanie Empain (Norden), wie man sich in den Reihen der Grünen Wohnungsbaupolitik vorstellt.

Da der private Markt nur sehr schwer zu regulieren ist, muss die öffentliche Hand für mehr erschwinglichen Wohnraum sorgen. Den Grünen schwebt vor, dass der Staat und die Gemeinden den Wohnraum selber bauen und vermieten oder dass sie das Bauland über Erbpachtverträge zur Verfügung stellen. Dadurch könnten Miet- und Verkaufspreise gesenkt und die Baulandspekulation im Keim zu ersticken.

Die Gemeinden sind gefordert

Die Grünen nehmen aber auch die Gemeinden in die Pflicht. Ein Großteil der Gemeinden hätte in den letzten Jahren zu wenig für den Ausbau von Sozialwohnungen unternommen. Das Geld aus dem Pacte Logement wurde ihrer Meinung nach vornehmlich für andere öffentliche Infrastruktur ausgegeben. In den Augen der grünen Partei müssen die Gemeinden in Zukunft gesetzlich dazu verpflichtet werden, mehr in den sozialen Wohnungsmarkt zu investieren.

Déi Gréng sind sich bewusst, dass ihre Vorschläge das Problem der Wohnungsnot nicht von heute auf morgen lösen können. Durch eine strengere Regulierung des privaten Wohnungsmarkts versprechen sie sich aber kurzfristig eine Verbesserung. Hierzu sollen unter anderem eine gerechtere Besteuerung oder eine Reform der Regeln zur Mietpreiskontrolle beitragen. Auch eine Reform des quart du taux global sehen die Grünen als erfolgversprechend.

Ein besonderes Anliegen der Partei sind nachhaltige Wohnprojekte, wie etwa "Wunne mat der Wooltz" in Wiltz. Neue Wohnviertel sollen nachhaltig und inklusive geplant werden, sodass sie für jeden Menschen einen Maximum an Lebensqualität bieten. Der Bürger soll sich in seinem Viertel wohlfühlen und alle nötigen Infrastrukturen wiederfinden, die er zum Leben braucht, so die Vorstellung der Grünen.


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