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„Wir müssen die IS gemeinsam bekämpfen“
Politik 02.09.2014 Aus unserem online-Archiv
Asselborn trifft seinen iranischen Amtskollegen Sarif

„Wir müssen die IS gemeinsam bekämpfen“

Bei der Unterredung der beiden Chefdiplomaten ging es hauptsächlich um die angespannte Situation im Irak und im Nahen Osten.
Asselborn trifft seinen iranischen Amtskollegen Sarif

„Wir müssen die IS gemeinsam bekämpfen“

Bei der Unterredung der beiden Chefdiplomaten ging es hauptsächlich um die angespannte Situation im Irak und im Nahen Osten.
Foto: Serge Waldbillig
Politik 02.09.2014 Aus unserem online-Archiv
Asselborn trifft seinen iranischen Amtskollegen Sarif

„Wir müssen die IS gemeinsam bekämpfen“

Nachdem Außenminister Jean Asselborn im Mai von seinem iranischen Amtskollegen in Teheran empfangen worden war, war Mohammed Dschwad Sarif am Dienstag zu Besuch in Luxemburg. Bei der Unterredung der beiden Chefdiplomaten ging es hauptsächlich um die angespannte Situation im Irak und im Nahen Osten. Aber auch die Menschenrechte im Iran waren ein Thema.

(DS) - „Wir müssen zusammenarbeiten, wenn wir den Extremisten der IS im Irak Einhalt gebieten wollen“, so die Außenminister Asselborn und Sarif übereinstimmend nach ihrer gut einstündigen Unterredung im Hôtel Saint Maximin. Die Lage im Irak war neben den Atom-Verhandlungen eines der zentralen Themen des Gesprächs.

Der iranische Chefdiplomat Mohammed Dschwad Sarif warnte vor der islamistischen Terrorgruppe, die er als enorme Gefahr für die gesamte Region bezeichnete. Sarif machte aber auch deutlich, dass zahlreiche Europäer in den Reihen der Islamisten kämpfen. „Die IS füllt die Lücke der Isolation und der Entfremdung, in der sich zahlreiche junge Europäer befinden“, so der iranische Politiker.

Asselborn wie Sarif stellten zudem klar, dass die Terrorbewegung IS nichts mit dem Islam zu tun hat: „Die Botschaft des Islams ist friedlich“, so Asselborn. Die IS würde den Islam pervertieren.

Sarif hofft auf einen baldigen Abschluss

Bei der Untererdung ging es auch um die Atom-Verhandlungen. Bereits am Montag hatte der Iraner im Rahmen einer Unterredung mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Brüssel die weitere Zeitschiene für die Verhandlungen festgelegt. Sarif zeigt sich zuversichtlich, dass die Gespräche bis zum 24, November abgeschlossen werden können. Sein Land werde alles unternehmen, um zu beweisen, dass der Iran die Atomenergie nur zu zivilen Zwecken nutzt.

Defizite bei den Menschenrechten

Es war der iranische Außenminister, der bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Untererdung mit seinem luxemburgischen Amtskollegen das Thema Menschenrechte ansprach. Sarif gab zu, dass es in dem Bereich im Iran Defizit gebe. Allerdings hätte es bereits Fortschritte gegeben: "Wir wollen die Zivilgesellschaft stärker einbinden“, so der iranische Chefdiplomat.

Menschenrechtsorganisationen werfen Teheran weiter vor, dass die Menschenrechte immer noch  verletzt werden, obwohl Präsident Hassan Ruhani wiederholt eine Öffnung versprochen hatte.