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"Wir gehen nicht in Wahlen, um sie zu verlieren"
Politik 28.08.2017 Aus unserem online-Archiv
Déi Gréng im (Vor-)Wahlkampfmodus

"Wir gehen nicht in Wahlen, um sie zu verlieren"

Sie bildet gemeinsam mit François Benoy die Doppelspitze von "Déi Gréng" in der Hauptstadt: Sam Tanson.
Déi Gréng im (Vor-)Wahlkampfmodus

"Wir gehen nicht in Wahlen, um sie zu verlieren"

Sie bildet gemeinsam mit François Benoy die Doppelspitze von "Déi Gréng" in der Hauptstadt: Sam Tanson.
Foto: Alain Piron
Politik 28.08.2017 Aus unserem online-Archiv
Déi Gréng im (Vor-)Wahlkampfmodus

"Wir gehen nicht in Wahlen, um sie zu verlieren"

Pol SCHOCK
Pol SCHOCK
Die Grünen sind aus der Sommerpause zurück und ziehen in den Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 8. Oktober. Doch der Schlachtruf fällt noch verhalten aus.

(ps) - "Wir gehen nicht in die Wahlen, um sie zu verlieren", sagt der Parteivorsitzende von Déi Gréng, Christian Kmiotek. Er wiederholt damit einen Satz, mit dem die weibliche Vorsitzende, Françoise Folmer, die Pressevertreter bereits begrüßte. Man muss kein Kommunikationsexperte sein, um zu erkennen, dass es sich um ein eher defensiv formuliertes Wahlziel handelt für die bevorstehenden Wahlen am 8. Oktober. Doch die grüne Partei ist sich bewusst, dass man bei den vergangenen Kommunalwahlen 2011 mit einem äußerst guten Resultat abschnitt, das schwer zu wiederholen ist. Aus mehreren Gründen.

"Wir haben damals vom Fukushima-Effekt profitiert, ähnlich wie unsere Schwesterpartei in Deutschland", so Kmiotek. Ein anderer Grund für die zurückhaltende Wahlkampfrhetorik ist die personelle Situation. Vor allem in der Hauptstadt scheint der Verlust der beiden "Zugpferde", François Bausch und Viviane Loschetter schmerzlich. Beide hatten 2011 mit Abstand am meisten Stimmen geholt (Bausch 7680, Loschetter 6194). Doch man strebe einen Generationswechsel an, sagt Kmiotek.

"Kaffeesatzleserei"

Sam Tanson (40 Jahre) und François Benoy (32 Jahre) bilden dabei die neue Doppelspitze. Und beide zeigen sich kämpferisch. "Wir hoffen auf einen sechsten Sitz", so Tanson, "und wollen dabei minimal unsere fünf Sitze behalten." Inwieweit die Grünen ihre Koalition mit der DP weiterführen würden, lässt Tanson dabei offen. "Ich gebe generell keine Koalitionsaussagen". Nur so viel: "Wir haben hervorragend mit der DP zusammengearbeitet". 

Das sieht auch Benoy so. Spekulationen über mögliche Koalitionen sei "Kaffeesatzleserei". Jede Partei mache ihren individuellen Wahlkampf. Nach den Wahlen würden dann die Gespräche beginnen.

Die Grünen ziehen mit dem Slogan "Gréng wierkt" in den Wahlkampf. Die Partei stellt insgesamt 466 Kandidaten sowie 34 Listen in 45 Proporzgemeinden. Davon würden 48%  - also knapp die Hälfte - Frauen sein, so Folmer, die sich darüber zufrieden zeigt. Die Partei will dabei mit ihren Kernthemen Natur, Umwelt und Mobilität beim Wähler punkten, aber auch mit Bildung, Sozialer Kohäsion und Wohnungspolitik.

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