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Wifi4EU: Kostenloses WLAN für alle
Politik 2 Min. 18.07.2017 Aus unserem online-Archiv

Wifi4EU: Kostenloses WLAN für alle

Auf Tausenden öffentlichen Plätzen sollen EU-Bürger umsonst auf das Internet zugreifen können.

Wifi4EU: Kostenloses WLAN für alle

Auf Tausenden öffentlichen Plätzen sollen EU-Bürger umsonst auf das Internet zugreifen können.
Foto: Shutterstock
Politik 2 Min. 18.07.2017 Aus unserem online-Archiv

Wifi4EU: Kostenloses WLAN für alle

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Die EU treibt die Förderung kostenloser WLAN-Hotspots voran. 6.000 bis 8.000 Gemeinden sollen beim Aufbau der Hotspots eine finanzielle Unterstützung erhalten. Auch Luxemburg wird einen Nutzen daraus ziehen.

(ml) - In der Europäischen Union sollen die Bürger bald auf Tausenden öffentlichen Plätzen, in Krankenhäusern und Büchereien kostenlosen Zugriff auf das Internet erhalten. WLAN-Hotspots, die von der EU finanziert werden, sollen dies ermöglichen. Mit der veranschlagten Fördersumme in Höhe von 120 Millionen Euro sollen in 6.000 bis 8.000 EU-Gemeinden  öffentliche Internetzugänge umsonst  zur Verfügung gestellt werden.

Ziel ist es, insbesondere jenen Bürgern ein schnelles Internet anzubieten, die sonst ausgeschlossen wären. Vor allem an Orten mit einem eingeschränkten Internetangebot, soll die digitale Kluft verringert werden. Die Einzelheiten der entsprechenden EU-Pläne, die vor beinahe einem Jahr entworfen wurden, sollen bis Ende 2017 geklärt werden. Um in den Genuss der EU-Gelder zu kommen, sollen die Interessenten wie z.B. Kommunen oder Spitäler Anträge für Internet-Gutscheine  stellen können. Somit soll ein allzu großer bürokratischer Aufwand vermieden werden.

WLAN-Zugänge in den Polizeikommissariaten

In einer parlamentarischen Anfrage wollte Laurent Mosar (CSV) erfahren, was die Regierung gedenkt zu tun, um die kommunalen Verwaltungen und andere staatliche Träger beim Einreichen der Anträge zu unterstützen. Die Gemeinde habe bereits mit dem Gemeindesyndikat Syvicol Kontakt aufgenommen, um die Bedürfnisse der Kommunen zu klären, versichert Medien- und Kommunikationsminister Xavier Bettel.

In seiner Antwort erwähnt Bettel zudem die Pläne zur Einrichtung von öffentlichen WLAN-Hotspots, die die Regierung unabhängig von der europäischen Initiative bereits in die Wege geleitet hat. Vorgesehen sei unter anderem, sämtliche Polizeikommissariate mit WLAN-Zugängen auszustatten. Des Weiteren ruft der Premierminister die Kommunen dazu auf, Hotspots an gern besuchten Orten einzurichten, um somit die mobilen Netze zu entlasten.

Keine Gefahr durch Cyberkriminalität

Bettel zufolge seien Nutzer von "Wifi4EU"-Hotspots keiner besonderen Gefahr von Cyberkriminalität ausgesetzt. Die Risiken seien nicht größer als bei anderen WLAN-Hotspots im öffentlichen Raum, heißt es weiter. Nach den Plänen der EU-Kommission müssen sich die Wifi4EU-Nutzer nur beim ersten Mal identifizieren. Ab dem zweiten Mal werden sie automatisch wiedererkannt, auch wenn sie sich an einem anderen Ort in Europa einloggen.

Die EU finanziert in erster Linie den Aufbau der Geräte, die für die Einrichtung der gratis WLAN-Hotspots nötig sind. Demnach werden die Anfangskosten bis zu 100 Prozent abgedeckt. Diejenigen, die den Zuschlag bekommen, müssen den Hotspot mindestens drei Jahre anbieten.

Der Aufbau derartiger WLAN-Hotsports soll lediglich in Orten erfolgen, wo es keine vergleichbar bestehende private oder öffentliche WLAN-Angebote gibt. Die EU-Kommission will sicherstellen, dass der Wettbewerb nicht gestört wird. 


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