Wieder mehr Normalität für Studenten
Wieder mehr Normalität für Studenten
Ein neues Studienjahr steht an. Zur großen Erleichterung der Studenten startet das akademische Jahr unter besseren Voraussetzungen als das vergangene. Die Corona-Pandemie ist noch nicht besiegt, doch die Einschränkungen sind weniger geworden. „Viele Universitäten bieten wieder Präsenz- beziehungsweise Hybridkurse an. Wir freuen uns sehr über diese Normalität, die es in den vergangenen 18 Monaten nicht gab“, sagte am Freitag Michelle Heyder, Vize-Präsidentin der Acel, bei der traditionellen Rentrée-Pressekonferenz.
Die Acel regruppiert über 40 luxemburgische Studentenzirkel, die rund 10.000 Studenten informiert, auf politischer Ebene vertritt und zusammenführt.
Inzwischen ist es auch einfacher für Studenten, sich innerhalb der EU zu bewegen. Vergangenes Jahr durften viele Studenten nur mit einem PCR-Test in ihr Studienland reisen. Im Gespräch mit dem Hochschul- und Gesundheitsministerium wurde damals beschlossen, dass die Acel Gutscheine für Tests zur Verfügung stellt. Am Freitag hieß es, dass bei der Acel insgesamt 3.478 Anträge eingegangen waren, von denen 3.421 angenommen wurden.
Seit September gibt es auf Beschluss der Regierung keine kostenlosen PCR-Tests mehr. Studenten, die einen Test benötigen, um in ihr Studienland reisen zu dürfen, können aber weiterhin Gutscheine bei der Acel beantragen.
Die Acel hat des Weiteren im Einverständnis mit den beiden Ministerien erwirkt, dass Studenten, die in diesem Sommer nur unter der Bedingung, geimpft zu sein, in ihr Studienland reisen durften, früher als geplant ihre Impfeinladung erhalten haben. Von 100 Anträgen, die bei der Acel eingegangen sind, wurden 45 akzeptiert, so Michelle Heyder.
Eine Umfrage, die die Studentenvereinigung zwischen dem 21. Februar und dem 7. März bei ihren Mitgliedern durchgeführt hat, hat ergeben, dass die Studenten finanziell nicht unter der Pandemie gelitten haben, dafür aber psychisch. 80 Prozent der 600 Teilnehmer gaben Heyder zufolge an, dass ihnen die fehlenden sozialen Kontakte schwer zu schaffen machten.
Sorgen bereitet der Acel das neue Stage Gesetz, das offenbar nicht in allen Betrieben umgesetzt wird, insbesondere was die Bezahlung der Studenten betrifft. Es fehle den Studenten und den Arbeitgebern an Informationen, meinte Heyder. Eine Unterredung im Arbeitsministerium sei nicht hilfreich gewesen, deshalb hat die Acel beschlossen, eine Informationskampagne für Studenten und Arbeitgeber zu starten.
In Deutschland können luxemburgische Studenten, die eine soziale Bourse erhalten, sich von den TV- und Rundfunkgebühren befreien lassen. Die Antragsprozedur kann komplett digital abgewickelt und muss jedes Semester erneuert werden.
REEL vom 7. bis 10. Oktober
Die 2020 wegen Corona abgesagte „Réunion européenne des étudiants luxembourgeois“ (REEL) findet nun wieder statt, und zwar in München vom 7. bis 10. Oktober. Der politische Teil findet am 9. Oktober statt. Teilnehmer der „Table ronde“ sind Hochschulminister Claude Meisch (DP), die grüne Abgeordnete Djuna Bernard, UEL-Präsident Michel Reckinger, Tom Oswald, Generalkoordinator im Arbeitsministerium sowie der Vorsitzende der Acel, Benjamin Kinn. Diskutiert wird unter dem Motto „Was tun nach den Studien? Luxemburg oder die Welt?“ die Frage, woran es liegt, dass immer weniger Luxemburger nach ihrem Studium nach Luxemburg zurückkehren und was zu tun ist, um das ändern, so Michelle Heyder.
Die Acel hat vergangenes Jahr etliche Schüler in 13 Lyzeen über die Studienmöglichkeiten informiert. Die Informationsveranstaltungen mussten zum Teil coronabedingt online abgehalten werden.
Auch dieses Jahr bringt die Acel ihre bekannten Publikationen heraus. Die größte ist der „Guide du Futur Etudiant“, an der 44 Studentenzirkel in neun Ländern mitgearbeitet haben. Neu im „Guide“ sind Informationen zum Programm Erasmus+, für Studenten, die Interesse an einem Auslandssemester haben. Hinzu kommt der „Studenteguide“ sowie der „Guide du Futur Diplômé“. Alle Publikationen sind auf der Internetseite der Acel einsehbar.
Im Februar fand die zweite Auflage der Aktion „Virtuelle Student fir 1 Dag“ statt, an der fünf Studentenzirkel sich und ihre Stadt jeweils während zwei Stunden in einer Videokonferenz vorgestellt haben.
„Studentefoire“ vom 25. bis 30. Oktober
Vom 25. bis 30. Oktober findet die von der Cedies organisierte „Studentefoire“ statt. Der digitale Teil findet vom 25. bis 29. Oktober statt, wo Schüler die Möglichkeit haben, sich über eine Plattform Informationen zu Studienangeboten und Ländern zu holen, an Webinaren teilzunehmen und mit Ausstellern in Kontakt zu treten. Am 30. Oktober findet in der „Maison du Savoir“ in Belval eine Präsenzveranstaltung statt, bei der Schüler sich direkt mit Studenten austauschen können.
Dieses Jahr fand nach einem Jahr Pause wieder der traditionelle „Studentebal“ statt, diesmal im September auf dem „P&R Bouillon“. Nun hofft die Studentenvereinigung, dass es auch mit dem traditionellen „Tournoi de Noël“ klappen wird. Das Turnier ist für den 27. und 28. Dezember geplant.
Mehr Informationen auf www.acel.lu
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