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Wie sich das Kindergeld ab Januar 2022 verändert
Politik 26.10.2021
Kopplung an den Index

Wie sich das Kindergeld ab Januar 2022 verändert

2006 wurde das Kindergeld in Luxemburg desindexiert.
Kopplung an den Index

Wie sich das Kindergeld ab Januar 2022 verändert

2006 wurde das Kindergeld in Luxemburg desindexiert.
Symbolfoto: dpa-tmn
Politik 26.10.2021
Kopplung an den Index

Wie sich das Kindergeld ab Januar 2022 verändert

Ab dem 1. Januar steigt das Kindergeld mit dem Index um 2,5 Prozent. Doch was bedeutet das konkret?

(jwi) - Im Mai 2021 hatte die Regierung angekündigt, dass das Kindergeld künftig wieder an den Index gekoppelt sein wird. Die Erhöhung erfolgt ab 1. Januar 2022. Doch was bedeutet das am Ende des Monats für die Eltern?

Zur Erinnerung: 2006 wurde das Kindergeld in Luxemburg desindexiert und seitdem nicht mehr an die Inflation angepasst. Mit dem neuen Index klettern künftig die Löhne, Gehälter und Renten um 2,5 Prozent auf 855,62 Punkte (vorher: 834,76). 


Seit 2006 setzt die Regierung  eher auf Sachleistungen, wie kostenlose Betreuung und Schulbücher, vor allem der Elternurlaub wird ausgebaut.
Gewerkschaften kritisieren Kindergeldreform
In der Familienpolitik wird zunehmend statt Geld- auf Sachleistungen gesetzt.

Derzeit beträgt laut der staatlichen Zukunftskeess - der ehemaligen Kindergeldkasse (CNPF) - die Familienbeihilfe pro Kind 265 Euro. Mit der Anpassung könnte dieser Betrag um 6,625 Euro auf voraussichtlich rund 272 Euro ansteigen - eine vom Staat konkret festgelegte Summe gebe es allerdings noch nicht, so die Zukunftskees.

Die Alterszuschüsse bleiben indes unverändert. So kommt für ein Kind ab sechs Jahren pro Monat 20 Euro zu der Beihilfe hinzu; respektive ab 12 Jahren noch einmal 30 Euro. 

Die Skepsis bleibt

Die Gewerkschaften bleiben dagegen skeptisch. Wie der LCGB in einer Mitteilung im Juni mitteilt, sei die Re-Indexierung eine politische Augenwischerei. Denn die Regierung verweigere den Ausgleich des 25-prozentigen Wertverlustes und halte ihr Versprechen von 2014 nicht, die Familienleistungen regelmäßig anzupassen. Jede Familie hätte seit 2016 20 Euro pro Monat pro Kind verloren. 

Der LCGB forderte eine entsprechende Aufwertung des Kindergeldes und eine Indexierung aller Familienleistungen.  

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