Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Werteunterricht in der Grundschule: 2.300 Einschreibungen für die Fortbildung
Politik 03.05.2017 Aus unserem online-Archiv

Werteunterricht in der Grundschule: 2.300 Einschreibungen für die Fortbildung

Nach dem Secondaire soll der Werteunterricht im Herbst auch in der Grundschule Einzug halten.

Werteunterricht in der Grundschule: 2.300 Einschreibungen für die Fortbildung

Nach dem Secondaire soll der Werteunterricht im Herbst auch in der Grundschule Einzug halten.
Foto: Pierre Matgé
Politik 03.05.2017 Aus unserem online-Archiv

Werteunterricht in der Grundschule: 2.300 Einschreibungen für die Fortbildung

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Ab Herbst sollen der Religions- und der Moralkundeunterricht in der Grundschule durch einen allgemeinen Werteunterricht ersetzt werden. Das Interesse an der spezifischen Lehrerausbildung ist groß: 2.300 Personen haben sich eingeschrieben.

(DS) - Wenn ab der Rentrée 2017-2018 auch in der Grundschule der Religions- und der Moralkundeunterricht durch den allgemeinen Werteunterricht ersetzt wird, braucht es genügend Lehrer, die das neue Fach unterrichten können. Zur Zeit laufen die speziellen Fortbildungskurse, die auf sehr großes Interesse stoßen. Laut den Angaben des Bildungsministeriums haben sich insgesamt 2.300 Interessenten für den 16-stündigen Kurs eingeschrieben.

Bei den meisten Teilnehmern handelt es sich um Grundschullehrer, die neben ihrer "normalen" Tätigkeit auch den Werteunterricht übernehmen wollen. Es haben sich aber auch viele Lehrbeauftragte sowie eine Reihe von ehemaligen Religionslehrern  gemeldet.

Wie das Ministerium weiter mitteilte, soll eine erste Gruppe von 1.200 Teilnehmern ihre Fortbildung noch vor der Sommerpause abschließen können.  Eine zweite Gruppe wird die Weiterbildungskurse wahrscheinlich im Herbst zu Beginn des ersten Trimesters beenden.

Der Werteunterricht in der Grundschule war am Mittwoch auch Thema im Bildungsausschuss. Die Mitglieder setzten sich mit dem Gutachten des Staatsrats auseinander und kamen zum Schluss, dass sie den Bemerkungen der Hohen Körperschaft Rechnung tragen wollen.

CSV lehnt Werteunterricht ab

Die CSV will die Änderungsanträge allerdings nicht mittragen, weil sie den Gesetzentwurf als solchen ablehnt: "Wir sind nach wie vor für die Wahlmöglichkeit zwischen dem Religions- und dem Moralkundeunterricht", so der Laurent Zeimet (CSV).  Die Christsozialen hatten im vergangenen Juli ebenfalls gegen den Gesetzentwurf zur Einführung des Werteunterrichts im Secondaire gestimmt.

Zum Berichterstatter des Gesetzentwurfs 7010 wurde der Ausschussvorsitzende Lex Delles (DP) ernannt.

In der Schwebe

Noch nicht geklärt ist allerdings, wie es mit den ehemaligen Religionslehrern weitergehen wird. In seinem Gutachten hatte der Staatsrat den entsprechenden Gesetzentwurf, der regeln soll, unter welchen Bedingungen sie das neue Fach "Leben und Gesellschaft" unterrichten dürfen, mit mehreren formellen Einwänden belegt.

Offiziell stand das Gutachten am Mittwoch zwar nicht auf der Tagesordnung des Bildungsausschusses, allerdings sind sich die Abgeordneten bewusst, dass die Zeit drängt. So wollen  die Mitglieder der Kommission demnächst Rücksprache mit den Interessenvertretern der ehemaligen Religionslehrern halten. 



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Übernahme der Religionslehrer: "Eine heikle Angelegenheit"
Der Staat übernimmt 147 Religionslehrer, die im Zuge der Einführung des neuen Fachs "Leben und Gesellschaft" im Fondamental ihren Job verlieren. Der Gesetzentwurf wurde jetzt auf den Instanzenweg gebracht. Bildungsminister Claude Meisch ist sichtlich erleichtert, Lösungen gefunden zu haben.
Auf dem Weg zum einheitlichen Werteunterricht im Fondamental hat das Bildungsministerium jetzt eine weitere Hürde genommen.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.