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Wenn Studenten oder Angestellte diskriminiert werden
Politik 2 Min. 13.07.2022 Aus unserem online-Archiv
Mobbing an der Uni

Wenn Studenten oder Angestellte diskriminiert werden

An der Uni Luxemburg gibt es mehrere Anlaufstellen für Mobbingopfer.
Mobbing an der Uni

Wenn Studenten oder Angestellte diskriminiert werden

An der Uni Luxemburg gibt es mehrere Anlaufstellen für Mobbingopfer.
Foto: Shutterstock
Politik 2 Min. 13.07.2022 Aus unserem online-Archiv
Mobbing an der Uni

Wenn Studenten oder Angestellte diskriminiert werden

Elena SCHMITZ
Elena SCHMITZ
Die Universität Luxemburg bietet viel Unterstützung im Fall von Belästigung oder Mobbing.

Die Universität Luxemburg setzt sich für einen fairen, inklusiven und respektvollen Umgang mit ihren Studenten und Mitarbeitern ein, dies unter anderem durch Prävention, eine faire Konfliktlösung und die Einführung von passenden Dienstleistungen. Dies betont der Minister für Hochschule und Forschung, Claude Meisch (DP), in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage.

Personal in der Pflicht

Demnach kann bei Fällen von moralischer oder sexueller Belästigung eine sogenannte Disziplinarprozedur eingeführt werden. Im Jahr 2020 wurde ein Verhaltenskodex erstellt, in dem die Prinzipien für das Verhalten in einer Universitätsgesellschaft erklärt werden. Darin wird ebenfalls festgehalten, dass die Mitarbeiter den Personen, die Opfer von Diskriminierung oder Belästigung sind, unterstützen müssen. Der Verhaltenskodex erläutert auch, wie man Verstöße meldet oder Bedenken mitteilt.


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Der am 1. Juli 2022 neu eingeführte Kollektivvertrag der Universität Luxemburg, enthält ein detailliertes Kapitel über die Prävention und den Umgang mit Situationen im Falle einer Belästigung, von Gewalt und Diskriminierung am Arbeitsplatz. Als Reaktion auf eine Belästigung können Sanktionen ergriffen werden, die bis hin zur Entlassung reichen.

Im Falle einer Beschwerde wegen moralischer Belästigung bietet die Universität entsprechende Strukturen und Prozeduren an. Es gibt viele verschiedene Dienste für Studenten und Mitarbeiter, wo sie ihre Anliegen äußern können, Hilfe suchen oder einen Fall von Belästigung oder Mobbing melden können.

Viele Kontaktpunkte für Opfer

Abhängig von der Situation kann die betroffene Person einer der folgenden Dienste kontaktieren: Seit 2021 verfügt die Universität über einen Vermittler, der eine vertrauliche, unparteiische und unabhängige Unterstützung anbietet, die allen Angehörigen der Universität zur Verfügung steht. Er bietet ein Coaching im Bereich der Konfliktlösung, Mediation und Praktiken, um Konflikte am Arbeitsplatz zu verringern.


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Des Weiteren bietet die Kommission für Inklusion Einrichtungen für Studenten mit speziellen pädagogischen Bedürfnissen an. Die Kommission der Universität für Konfliktbewältigung ist verantwortlich, wenn es darum geht, Berufung gegen Disziplinarstrafen einzulegen.

Hinzu kommt der Dienst RH, der sich für das Personal der ganzen Einrichtung einsetzt, er hilft bei Beschwerden, bietet Unterstützung an und behandelt einige Fälle. Die Personaldelegation schützt und verteidigt das Universitätspersonal und ist auch Anlaufstelle bei Beschwerden.


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Unterstützung  auf der Onlineplattform „UMatter“

Die Studentenvereinigung ist ebenfalls eine gute Stütze. Sie hilft Studenten sowie Doktoranden, die Opfer von Mobbing sind, eine Beschwerde einzureichen. Auch haben die von Mobbing betroffenen Studenten oder Personal die Möglichkeit, sich auf der Onlineplattform „UMatter“ zu informieren oder Hilfe zu bekommen. Außerdem können Betroffene über diesen Weg eine kurzfristige psychologische Beratung in Anspruch nehmen, die helfen kann, emotionale oder persönliche Probleme in den Griff zu bekommen.

Die Luxemburger Universität ist darüber hinaus gut aufgestellt, was die Lösung von Konflikten zwischen den Doktoranden und deren Supervisors angeht. Die Konvention „Doctoral Education Agreement“ (DEA) hat eine Studienordnung erstellt, die die Pflichten von Doktorand und Supervisor zusammenfasst und Ratschläge für Lösungen potenzieller Konflikte bietet. 

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