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Weniger Flüchtlinge als im Winter
Politik 13.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Luxemburg

Weniger Flüchtlinge als im Winter

Das erste Containerdorf für Flüchtlinge soll im Oktober in Diekirch in Betrieb genommen werden.
Luxemburg

Weniger Flüchtlinge als im Winter

Das erste Containerdorf für Flüchtlinge soll im Oktober in Diekirch in Betrieb genommen werden.
Grafik: mddi
Politik 13.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Luxemburg

Weniger Flüchtlinge als im Winter

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
In Luxemburg haben im Mai 121 Flüchtlinge einen Antrag auf Asyl gestellt. Seit Beginn des Jahres haben 734 Flüchtlinge Zuflucht im Großherzogtum gesucht.

(ml) - 734 Flüchtlinge haben seit Jahresbeginn in Luxemburg einen Antrag auf Asyl gestellt. 2015 waren im gleichen Zeitraum 443 Asylanträge registriert worden. Demnach wurden hierzulande, trotz der Schließung der Balkanroute, in den ersten vier Monaten dieses Jahres beinahe doppelt so viele Asylanträge gestellt wie 2015 im gleichen Zeitraum. Dennoch ist die monatliche Zahl der Asylanträge seit Ende vergangenen Jahres konstant rückläufig. Im Dezember hatten noch 430 Flüchtlinge Zuflucht im Großherzogtum gesucht. Im Mai waren es lediglich 121. Es bleibt abzuwarten, ob im Sommer die Zahl der Schutzsuchenden wie befürchtet erneut steigen wird. 

135 Anträge wurden abgelehnt

Jeweils 15,5 Prozent der Asylanträge, die bislang dieses Jahr in Luxemburg gestellt wurden, stammen von Menschen aus dem Irak und Syrien. Danach folgen Kosovo (10,9 Prozent) und Albanien (7,4 Prozent). Im Rahmen des jüngsten Flüchtlingsabkommens zwischen der Europäischen Union und der Türkei wurden im Mai 27 Syrer aus der Türkei nach Luxemburg gebracht. Dort erhielten sie sofort das Flüchtlingsstatut. Diese Personen tauchen nicht in den Statistiken der Asylanträge auf.

2016 traf die Immigrationsbehörde bisher 582 Entscheidungen. 213 Personen erhielten das Flüchtlingsstatut. 135 Anträge wurden abgelehnt. In 94 Fällen erklärte sich die Immigrationsbehörde für nicht kompetent. Zwischen Januar und Mai dieses Jahres kehrten insgesamt 196 Drittstaatsangehörige in ihre Heimat zurück, ein Großteil von ihnen waren Kosovaren und Iraker. In 190 Fällen geschah die Rückkehr  auf freiwilliger Basis. Sechs Personen mussten abgeschoben werden.

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