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Wenig Hoffnung auf schnelle Lösung: Juncker: Keine neuen Mauern in Europa
In Bayern forderte Juncker, die EU-Außengrenzen besser zu kontrollieren.

Wenig Hoffnung auf schnelle Lösung: Juncker: Keine neuen Mauern in Europa

AFP
In Bayern forderte Juncker, die EU-Außengrenzen besser zu kontrollieren.
Politik 08.10.2015

Wenig Hoffnung auf schnelle Lösung: Juncker: Keine neuen Mauern in Europa

EU-Kommissionspräsident Juncker besucht Deutschland - und prophezeit, dass die Flüchtlingskrise noch Jahre dauern wird.

(dpa) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat innereuropäischer Abschottung zur Abwehr von Flüchtlingen eine Absage erteilt. „Europa hatte lang genug eine Mauer“, sagte Juncker am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung der „Passauer Neuen Presse“ in Passau. „Wir brauchen keine neuen Mauern und schon gar nicht zwischen Mitgliedstaaten der Europäischen Union.“ Grenzzäune sind in mehreren europäischen Ländern in Gespräch, Ungarn hat bereits mit dem Bau von Sperranlagen begonnen.

Juncker machte den mehreren hundert Zuhörern keine Hoffnung auf eine schnelle Lösung. „Diese Flüchtlingskrise wird einige Jahre dauern.“ Um Europa herum seien 25 Millionen Menschen auf der Flucht. Auch Europa könne nicht so viele Menschen aufnehmen: „So viel schafft niemand.“ Juncker bekräftigte den Plan, die Außengrenzen der EU wieder besser zu kontrollieren, die Türkei zum „sicheren Drittstaat“ zu erklären und verbindliche Aufnahmequoten innerhalb der EU durchzusetzen.

Juncker sprang aber auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei. Der EU-Kommissionspräsident äußerte Verständnis für Merkels von der CSU scharf kritisierte Entscheidung, in Ungarn festsitzende Flüchtlinge nach Deutschland einreisen zu lassen. Hätte Merkel auf dem Sofa sitzen und nichts tun sollen, fragte Juncker die Zuhörer. „Was hätte das für ein Deutschlandbild in der Welt gegeben?“


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