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Weltnichtrauchertag: Luxemburg verschärft sein Antitabakgesetz
Politik 31.05.2017

Weltnichtrauchertag: Luxemburg verschärft sein Antitabakgesetz

In Autos, in denen Kinder unter zwölf Jahren an Bord sind, darf künftig nicht mehr geraucht werden.

Weltnichtrauchertag: Luxemburg verschärft sein Antitabakgesetz

In Autos, in denen Kinder unter zwölf Jahren an Bord sind, darf künftig nicht mehr geraucht werden.
Foto: Guy Jallay
Politik 31.05.2017

Weltnichtrauchertag: Luxemburg verschärft sein Antitabakgesetz

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Das Antitabakgesetz, das die Abgeordneten am Donnerstag verabschieden werden, übertrifft die Vorgabe einer EU-Richtlinie. Oberstes Ziel ist es, die Jugendlichen besser vor dem blauen Dunst zu schützen. Die wichtigsten Maßnahmen.

(ml) - Vor 30 Jahren rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Weltnichtrauchertag ins Leben. Seitdem wird der 31. Mai weltweit genutzt, um verstärkt auf die schädliche Wirkung von Tabak für Mensch, Gesellschaft und Umwelt aufmerksam zu machen. Aufhören lohnt sich: Experten zufolge leben Raucher im Schnitt zehn Jahre weniger. Ein Viertel der Langzeitraucher büßen bei der Lebenserwartung bis zu 25 Jahre ein. Wer nie geraucht hat, dessen Chancen verdoppeln sich, den 80. Geburtstag zu erleben.

Weltweit sterben jährlich sieben Millionen Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums. In der Europäischen Union ist Rauchen nach wie vor das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko und zugleich die häufigste Ursache vorzeitiger Sterblichkeit. Jedes Jahr fordert der Tabakkonsum 700.000 Todesopfer in der EU. Allein in Luxemburg sind jährlich rund 1.000 Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen.

Jedes Jahr sterben in Luxemburg rund 1.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.
Jedes Jahr sterben in Luxemburg rund 1.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.
Foto: Anouk Antony

Eine kürzlich veröffentlichte TNS Ilres-Studie, die im Auftrag der "Fondation Cancer" durchgeführt wurde, ergab, dass derzeit 20 Prozent der Einwohner in Luxemburg zur Zigarette greifen. Das Ausmaß des Rauchens hängt vom Alter ab. Im vergangenen Jahr wurde in der Altersklasse der 18- bis 24-Jährigen der höchste Anteil der Raucher erfasst. Die Quote lag bei 26 Prozent. Ein Fünftel der 15- bis 17-Jährigen können die Finger nicht vom Glimmstängel lassen.

Ausdehnung des Rauchverbots

Das verschärfte Antitabakgesetz, das am Donnerstag im Parlament zur Abstimmung kommt, zielt darauf ab, die Jugendlichen künftig besser vor den Folgen des Tabakkonsums zu schützen. Das Gesetz sieht vor, dass der Verkauf von Tabakprodukten und E-Zigaretten an Minderjährige untersagt wird. Derzeit liegt das Mindestalter bei 16 Jahren.

Der Entwurf, der am Donnerstag verabschiedet wird, geht sogar über die Zielvorgabe der entsprechenden EU-Richtlinie hinaus. So wird zum Beispiel das Rauchverbot an öffentlichen Orten ausgedehnt. Auf Spiel- und Sportplätzen, die von unter 16-Jährigen genutzt werden, wird das Rauchen untersagt. Ziel ist es, die Eltern zu sensibilisieren und die Jugendlichen davon abzuhalten, sich eine Zigarette anzuzünden.

Auch in Autos, in denen Kinder unter zwölf Jahren an Bord sind, gilt künftig das Rauchverbot. Zudem werden die elektronische Zigarette und die Wasserpfeife (Shisha) per Gesetz auf die gleiche Art behandelt wie die herkömmlichen Zigaretten. Überall dort, wo das Rauchen nicht erlaubt ist, sind demnächst auch die E-Zigaretten verboten.

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