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Weitere Vorwürfe gegen Miltgen: Wieder Hausdurchsuchung beim Fonds du Logement
Politik 11.03.2016

Weitere Vorwürfe gegen Miltgen: Wieder Hausdurchsuchung beim Fonds du Logement

Der Ex-Präsident des Fonds du Logement, Daniel Miltgen, muss sich gegen weitere Vorwürfe wehren.

Weitere Vorwürfe gegen Miltgen: Wieder Hausdurchsuchung beim Fonds du Logement

Der Ex-Präsident des Fonds du Logement, Daniel Miltgen, muss sich gegen weitere Vorwürfe wehren.
Foto: Gerry Huberty
Politik 11.03.2016

Weitere Vorwürfe gegen Miltgen: Wieder Hausdurchsuchung beim Fonds du Logement

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Die Kriminalpolizei hat Mitte der Woche die Geschäftsräume des Fonds du Logement durchsucht. Die Beamten suchten Dokumente zu den Grundstücksverkäufen in der Affäre Miltgen.

(vb) - Die Kriminalpolizei hat Mitte der Woche die Geschäftsräume des Fonds du Logement durchsucht. Die Beamten suchten Dokumente zu den Grundstücksverkäufen in der Affäre Miltgen. Das bestätigte Justizsprecher Henri Eippers dem "Luxemburger Wort".

Der zwischenzeitlich abgesetzte Präsident Daniel Miltgen hatte mehrere Grundstücke in Leudelingen günstig gekauft. In einem Abkommen mit der Firma Livingroom soll Miltgen zugleich versprochen haben, sich bei der Politik dafür einzusetzen, dass die Grundstücke zu Bauland werden. Bereits im Mai 2015 war es zu einer Hausdurchsuchung beim Fonds du Logement gekommen.

Miltgen war Vorsitzender der interministeriellen Arbeitsgruppe PSL, die für die sektoriellen Bebauungspläne zuständig ist.

Bei der Hausdurchsuchung in dieser Woche ging es laut "Paperjam" um drei Grundstücksgeschäfte mit Bauentwicklern und einer Privatfirma in Oberkorn, Feulen und Mamer. Die Grundstücke in Oberkorn kaufte der Fonds du Logement zu einem niedrigen Preis. Ähnlich liefen die Abkommen mit privaten Bauentwicklern in Niederfeulen und Mamer.

Die Kriminalpolizei will herausfinden, ob auch diese Geschäfte strafrechtlich relevant sind.

In einer früheren Version dieses Berichts war zu lesen, Miltgen hätte die Grundstücke zu günstig verkauft und hätte früher Einfluss auf die Bauperimeter der Gemeinden gehabt. Dies ist nicht richtig.


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