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Weitere Lockerungen in Aussicht
Politik 2 Min. 31.05.2021

Weitere Lockerungen in Aussicht

Wann junge Menschen sowie Kinder und Jugendliche geimpft werden, hängt vor allem vom Nachschub beim Impfstoff ab.

Weitere Lockerungen in Aussicht

Wann junge Menschen sowie Kinder und Jugendliche geimpft werden, hängt vor allem vom Nachschub beim Impfstoff ab.
Foto: AFP
Politik 2 Min. 31.05.2021

Weitere Lockerungen in Aussicht

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Gesundheits- und Mittelstandskommission beraten über Teststrategie und weitere Öffnungen. Ein Ende der Ausgangssperre ist denkbar.

Die Bilanz bei der Teststrategie, die seit den letzten Öffnungsschritten gilt, fällt gemischt aus: „Die Tests führen zu Erleichterungen. Doch die Strategie ist nicht perfekt“, so das Fazit von Mars Di Bartolomeo (LSAP) am Montag nach der gemeinsamen Sitzung der Gesundheits- und der Mittelstandskommission. Mittelstandsminister Lex Delles (DP) und Santé-Direktor Jean-Claude Schmit hatten zuvor in den Ausschüssen erste Ergebnisse präsentiert.


A medical worker vaccinates a patient against the Covid-19 during in a vaccination center on May 26, 2021 in the Bacalan neighbourhood in Bordeaux, southwestern France, after nearly 50 people tested positive for a "very rare" variant of Covid-19. - At least 46 people have been infected with the variant in the Bordeaux neighbourhood, with mass testing launched to track down further cases as well as a new temporary Covid-19 vaccination center. (Photo by Philippe LOPEZ / AFP)
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Ein Negativpunkt bei den Schnell- und Selbsttests liegt in der fehlenden Informationspflicht, betont die Vorsitzende der Mittelstandskommission Simone Beissel (DP). Die Verpflichtung, positive Befunde bei der Santé zu melden, musste in letzter Sekunde aus dem aktuellen Covid-Gesetz gestrichen werden, weil die erforderliche gesetzliche Grundlage nicht gegeben ist. Freiwillige Rückmeldungen von positiv Getesteten sind kaum eingegangen.

Die Gastronomiebetriebe sähen es natürlich am liebsten, wenn die Tests schnell der Vergangenheit angehören würden. Doch dies wird wohl ein frommer Wunsch bleiben. Da die Regeln in den Nachbarländern meist strenger sind, würde ein Ende der Testpflicht wahrscheinlich zu Verwerfungen führen, gibt Beissel zu bedenken. Sie hofft daher, dass noch mehr Gemeinden sich an der Verteilung der Test-Kits beteiligen werden. Die Beihilfen für die Betriebe werden wahrscheinlich über den 12. Juni hinaus verlängert.

Die Tests führen zu Erleichterungen. Doch die Strategie ist nicht perfekt.

Mars Di Bartolomeo

Mögliche Lockerungen 

Di Bartolomeo geht angesichts der positiven Entwicklung der Fallzahlen und der Fortschritte bei der Impfkampagne davon aus, dass das neue Covid-Gesetz mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weitere Lockerungen beinhalten wird. Zur Disposition stehen unter anderem die Ausgangssperre sowie die Sperrstunde in der Gastronomie. Denkbar sind aber auch Anpassungen bei der Zahl der Besucher, die man zuhause empfangen darf oder bei der Anzahl der Gäste, die im Restaurant oder im Café zusammen an einem Tisch sitzen dürfen.

Erleichterungen erwartet Di Bartolomeo auch für Getestete, Geimpfte oder Genesene, die so genannten „3G“: „Das 3G-Zertifikat schafft eine gute Perspektive, vor allem im Grenzverkehr aber auch im Land selbst.“ Den Geimpften, Getesteten und Genesenen könnten unter anderem bei Sport- oder Kulturveranstaltungen wieder mehr Freiheiten eingeräumt werden, meint der Vorsitzende der Santé-Kommission.


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Wie diese Freiheiten genau aussehen werden, wird sich am Mittwoch, spätestens aber am Freitag zeigen, wenn die Regierung ihre Pläne für das neue Covid-Gesetz präsentiert. Das Parlament wird wahrscheinlich am 11. Juni über den Text abstimmen. Das aktuelle Covid-Gesetz läuft am 12. Juni aus.

Im Rahmen der Ausschusssitzung wurde auch eine mögliche Impfung für Jugendliche ab zwölf Jahren thematisiert. Das entsprechende Gutachten vom Conseil supérieur des maladies infectieuses wird noch in dieser Woche erwartet. Sollte der Rat grünes Licht geben, bleibt aber immer noch ein Problem: Nach wie vor gibt es nicht genug Impfstoff. Dies gilt auch für die Altersgruppe der 18 bis 30-Jährigen, die bislang durch das Impfraster gefallen sind. 

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