Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Weihnachtsansprache von Großherzog Henri: "Wir sind Erben eines gemeinsamen Guts"
Weihnachtsgrüße von Großherzog Henri am 24. Dezember 2014.

Weihnachtsansprache von Großherzog Henri: "Wir sind Erben eines gemeinsamen Guts"

Foto: Christian Aschman
Weihnachtsgrüße von Großherzog Henri am 24. Dezember 2014.
Politik 1 24.12.2014

Weihnachtsansprache von Großherzog Henri: "Wir sind Erben eines gemeinsamen Guts"

Großherzog Henri hat die Luxemburger zu Solidarität und Engagement aufgerufen. Man solle sich darüber freuen, "dass wir in einem Land leben, in dem diese Werte noch großgeschrieben werden".

(rar) - In seiner traditionellen Ansprache zu Weihnachten hat Großherzog Henri zu Solidarität und Engagement aufgerufen. Man solle sich in diesen festlichen Momenten darüber freuen, "dass wir in einem Land leben, in dem diese Werte noch großgeschrieben werden".

Der Staatschef erinnerte in seiner Rede, die an Heiligabend im Fernsehen ausgestrahlt wurde (ab 19.00 Uhr auf wort.lu im Video), an die historischen Gedenktage des Jahres, etwa den Beginn der Weltkriege, sowie an den Fall der Berliner Mauer. Es seien Menschen, die Geschichte schrieben, so der Großherzog, der seine Begegnung mit einigen anonymen Helden der Rostocker Protestbewegung vom Herbst 1989 hervorhob. "Die Menschen sind fähig, Lektionen aus den schlimmsten Tragödien zu lernen."

Großherzog Henri sagte, alle Mitbürger seien Erben eines gemeinsamen Guts, das sie an die nachfolgenden Generationen weitergeben sollen. "Jeder von uns ist aufgerufen, selber Akteur zu werden." Dazu zähle die Verantwortung, der "viel kritisierten europäischen Integration einen neuen Elan zu geben".

Die Freude, etwas zu schenken, bedeutet mehr als das Vergnügen, etwas zu bekommen.

Jeder müsse sich bewusst sein, dass ein erfülltes Leben mehr sei, als die Befriedigung persönlicher Wünsche. "Anderen entgegen zu kommen ist nicht nur eine Pflicht, sondern kann viel Freude bringen. Die Freude, etwas zu schenken, bedeutet mehr als das Vergnügen, etwas zu bekommen." Es gelte, die Jugend zu ermutigen, denn die Welt von morgen werde zum Teil aus den Träumen bestehen, die die junge Generation heute habe.

Am Ende seiner Ansprache richtete sich der Großherzog in französischer Sprache an die Zuschauer und dankte allen, die ihren Teil zum Bau einer offenen und diversifizierten luxemburgischen Gesellschaft beitrügen. Dies sei ein Geschenk für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Lasst uns stolz sein auf unsere Vielfalt", sagte der Großherzog.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Einer von uns
Luxemburg darf sich glücklich schätzen, diesen Großherzog Jean als Staatsoberhaupt gehabt zu haben.
Großherzog Jean im Jahr 2014 auf Schloss Fischbach.
Zivile Feier in der Philharmonie
In der Philharmonie standen die Reden von Premier Xavier Bettel, Parlamentspräsident Mars Di Bartolomeo und Großherzog Henri sowie die Ehrung verdienstvoller Bürger im Mittelpunkt.
23.6.Nationalfeiertag 2018 / Offizieller Akt Philharmonie Foto:Guy Jallay