Weihnachtsansprache des Großherzogs: Solidarität auf allen Ebenen
Politik 124.12.2017

Weihnachtsansprache des Großherzogs: Solidarität auf allen Ebenen

Marc Schlammes
Marc Schlammes

Solidarität, Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein sind drei große Bausteine in der Weihnachtsansprache des Großherzogs. Besonders beim Thema Klimawandel wirbt der Staatschef für ihren Einsatz.

(mas) - Erstmals nahm Großherzog Henri in diesem Jahr an einer Weltklimakonferenz teil. Vom Besuch der COP-23 in Bonn und dem Treffen mit Vertretern jener Staaten, die heute schon die Folgen des Klimawandels direkt zu spüren bekommen, zeigt sich der Staatschef sichtlich beeindruckt.

"Esouvill Nout brecht engem d'Häerz", geht er in seiner Rede auf das Schicksal jener Menschen ein, deren Existenz aufgrund des steigenden Meeresspiegels in Frage gestellt sei und die sich in einer aussichtslosen Lage wiederfinden würden. "Si hu ganz einfach keng Zukunft oder kaum d'Chance eng ze hunn."

Lebensgewohnheiten anpassen

In seiner Weihnachtsansprache appelliert der Großherzog an jeden Einzelnen, seinen Teil dazu beizutragen, damit der Kampf gegen den Klimawandel von Erfolg gekrönt sein könne, beispielsweise durch die Anpassung seiner Lebensgewohnheiten.

Cour grand-ducale/Claude Piscitelli

Für den Staatschef ist es eine Frage der Solidarität mit den bedrohten Staaten, um noch ambitiöser zu Werke zu gehen. Für Luxemburg selbst sieht er dabei weiteren Spielraum im Bereich der Finanzierung von Klimaprojekten, "en Domaine iwregens, wou Lëtzebuerg sech besonnesch ervirdeet".

Elo em d'Feierdeeg, wou d'Iddi vun der Solidaritéit eng besonnesch Bedeitung huet, sollte mir eis eiser Responsabilitéit nei bewosst ginn."

Passend zu den Weihnachtsfeiertagen wünscht sich der Großherzog auch Solidarität in den Familien und innerhalb der luxemburgischen Gesellschaft. Dabei plädiert er für ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit gegenüber  jenen Menschen, "déi Schwieregkeeten hunn, Mount fir Mount iwwer d'Ronnen ze kommen an déi leider net vum allgemenge Wuelstand profitéire kennen".

Was den allgemeinen Wohlstand hierzulande anbelangt, greift der Großherzog in seiner Rede die Folgen davon auf. Im Bereich der Mobilität sei Luxemburg am Rande des Kollaps' angelangt, stellt der Staatschef fest und hofft darauf, dass Infrastrukturen wie Tram und Standseilbahn, aber auch in Planung befindliche Projekte ihren Zweck erfüllen und von den Bürgern angenommen werden.

Aufgaben mit Elan angehen

Über die Grenzen des Landes hinaus, haben Wohlstand und wirtschaftlicher Aufschwung nach Dafürhalten des Großherzogs dazu geführt, dass die Menschen wieder zuversichtlicher nach vorne blicken. Diese bessere Stimmungslage in Europa gehe mit einem Vertrauenszuwachs einher sodass die anstehenden Aufgaben mit mehr Elan angegangen werden könnten, blickt der Staatschef nach vorn. Die von latenter Angst und Spannungen geprägte Atmosphäre sei momentan überwunden.


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