Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Warten auf Godot
In Luxemburg wurden in den vergangenen acht Jahren im Schnitt weniger als 3.000 Wohnungen gebaut.

Warten auf Godot

Foto: Guy Jallay
In Luxemburg wurden in den vergangenen acht Jahren im Schnitt weniger als 3.000 Wohnungen gebaut.
Kommentar Politik 13.04.2018

Warten auf Godot

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
14 Jahre und vier Fristverlängerungen haben nicht gereicht, um die kommunalen Bebauungspläne an die Gesetzgebung anzupassen, in den meisten Gemeinden noch nicht einmal, um die Prozedur einzuleiten.

Das kommunale Flächennutzungsgesetz wurde 2004 verabschiedet, mit dem Ziel, die Prozeduren im Wohnungsbau zu erleichtern und zu verkürzen. Das funktioniert aber nur, wenn man das Gesetz auch anwendet.

Indem die Kommunalpolitiker der Aufforderung des Gesetzgebers von 2004 nicht nachkommen, tun sie das Gegenteil von dem, was auf nationaler Ebene seit ebenso vielen Jahren gefordert wird: den schnelleren Bau von Wohnungen.

Wer als Nationalpolitiker auf der Chambertribüne Dinge fordert, die er auf lokaler Ebene selbst nicht umsetzt und stattdessen andere Akteure via Baulandvertrag, Besteuerung oder sonstige Maßnahmen in die Verantwortung zieht, ist doppelt unglaubwürdig ...

Sofort weiterlesen
Geben Sie einfach Ihre E-Mail Adresse ein und lesen Sie den vollständigen Artikel.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Die unendliche PAG-Geschichte
Seit 2004 sind die Gemeinden aufgefordert, ihre Bebauungspläne an das kommunale Flächennutzungsgesetz anzupassen – 64 von 102 Gemeinden haben das bis heute nicht getan. Die Frist läuft im August aus.
Beamtenwillkür und kommunaler Schlendrian
Die privaten Bauträger kämpfen tagtäglich mit administrativen Hürden. Ihrer Ansicht nach haben die politischen Entscheidungen der vergangenen Jahre keine Lösungen, sondern neue Probleme geschaffen.
Zwischen 2010 und 2016 wurden in Luxemburg im Schnitt pro Jahr 2.730 Wohnungen gebaut.
Viele einzelne Puzzleteile
Wenige Monate vor den Nationalwahlen findet im Parlament ein Debattenmarathon statt. Den Auftakt machte am Donnerstag die Diskussion über die Wohnungsproblematik. Im April werden die Abgeordneten sich mit den Themen Landesplanung und Mobilität befassen.
Paradigmenwechsel
Wenn die Abgeordneten heute über die Probleme am Wohnungsmarkt sprechen, werden sie Feststellungen machen, die sie schon Anfang der 1990er-Jahre gemacht haben.
In Luxemburg fehlt es an sozialem und subventioniertem Wohnraum.
Wenn der Wohntraum platzt
Am Donnerstag findet im Parlament eine Debatte über die Lage am Wohnungsmarkt statt. Es ist die zweite Wohnungsbaudebatte in dieser Legislaturperiode. Das zeigt, wie ernst die Lage ist.