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Warmherziger Abschied unter strömendem Regen

  • Besuch in Der Chambre de Commerce
  • Besuch im Naturschutzzentrum "Biodiversum" in Remerschen
  • Schengen: Ein Besuch im Zeichen der EU
  • Edler Tropfen am Weinbauinstitut
  • Offizieller Abschied
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Warmherziger Abschied unter strömendem Regen

Warmherziger Abschied unter strömendem Regen

Warmherziger Abschied unter strömendem Regen


von Sarah CAMES/ 17.10.2019

Foto: Pierre Matgé

Nach einem Abstecher an der Mosel hieß es für König Philippe und Königin Mathilde aus Belgien, Abschied von Luxemburg zu nehmen.

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Besuch in Der Chambre de Commerce
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28.9. Fokus / ITV Carlo Thelen , Chambre de Commerce Foto:Guy Jallay
Foto: Guy Jallay

Nachdem das Programm des Staatsbesuchs am Mittwoch vor allem mit kulturellen Highlights gefüllt war, begann der Donnerstagmorgen mit einem Fokus auf die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Belgien und Luxemburg.



Was das belgische Königspaar am Donnerstag erwartet
Der letzte Besuchstag in Luxemburg führt das belgische Königspaar nach einem wirtschaftlichen Auftakt an die Mosel.

Um kurz vor 9 Uhr fuhren König Philippe und Großherzog Henri vor der Chambre de Commerce in Kirchberg vor, wo sie von Wirtschaftsminister Étienne Schneider und dem Präsidenten der Chambre de Commerce und früheren Finanzminister Luc Frieden begrüßt wurden.

Von belgischer Seite war der Präsident des Verbandes belgischer Unternehmen, Bernard Gilliot, anwesend.

Der König von Belgien und der Großherzog trugen sich in das Goldene Buch der luxemburgischen Handelskammer ein.

In der Handelskammer fand am Donnerstagmorgen außerdem eine Unterzeichnungszeremonie statt, bei dem mehr als zwanzig Vereinbarungen zwischen belgischen und luxemburgischen Organisationen signiert wurden, die die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern weiter vertiefen werden.


Dîner de galaoffert en l'honneur de LL.MM. le roi et la reine des Belges,en  présence  de  LL.AA.RR.  le  Grand-Duc  et la Grande-Duchesse et du Grand-Duc  héritier et la Grande-Duchesse héritière- Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Galadinner im großherzoglichen Palais
Das belgische Königspaar nahm am Dienstagabend auf Einladung von Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa an einem Staatsbankett im Palais teil.

Darunter waren beispielsweise Verträge zwischen der Université Libre de Bruxelles (ULB) und dem Centre Hospitalier de Luxembourg, den Universitäten in Lüttich, Louvain und Luxemburg, und dem flämischen und luxemburgischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

Um kurz vor 10 Uhr ging der Besuch an der Chambre de Commerce weiter mit einem Seminar zum Thema "Technology for the financial sector: Belgian-Luxembourg Perspectives and Findings", unter der Leitung von Claire Tillekearts, der CEO von Flanders Investment & Trade.

Gegen Ende der Veranstaltung traf Königin Mathilde ebenfalls an der Chambre de Commerce ein, von wo aus es für Großherzog Henri und das Königspaar weiter in Richtung Remerschen ging.

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Besuch im Naturschutzzentrum "Biodiversum" in Remerschen
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Das Biodiversum liegt auf einer künstlichen Insel in einem Weiher des Haff Réimech.
Foto: Peggy Conrardy

Um 11 Uhr setzte sich der Staatsbesuch des belgischen Königspaares am Naturschutzzentrum "Biodiversum" in Remerschen fort. Dort hatte bereits um 9 Uhr morgens eine Seminarreihe zum Thema "Kreislaufwirtschaft: Die Zukunft des Bauens" begonnen.

In Remerschen wurden die Ehrengäste von Umweltminister Carole Dieschbourg und Rudi Verwoort, dem Ministerpräsidenten der Region Brüssel-Hauptstadt, empfangen. Auch der belgische Vizepremier Didier Reynders, der Ministerpräsident der flämischen Regierung Jan Jambon und der Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, Oliver Paasch, waren anwesend.

Nach Begrüßungsworten von Ministerin Carole Dieschbourg und Ministerpräsident Rudi Vervoort wurde der royale Besuch durch das Zentrum geführt. König Philippe, Königin Mathilde und Großherzog Henri schauten sich zunächst das Erdgeschoss des futuristischen Gebäudes an, wo unter anderem die Geschichte des Naturschutzgebietes Haff Réimech und die lokale Unterwasserwelt mit Exponaten und Leuchttafeln präsentiert wird.

Danach wurden die Ehrengäste von der Umweltministerin durch das Obergeschoss geführt. Dort ging es vor allem um die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit und den Besuchern wurden weitere Naturschutzgebiete in Luxemburg vorgestellt.

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Schengen: Ein Besuch im Zeichen der EU
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Foto: Pierre Heiliger

Nach dem rund einstündigen Abstecher in Remerschen begaben sich Staatsoberhäupter von Luxemburg und Belgien ins Dreiländereck nach Schengen.

Dort haben im Juni 1985 Vertreter der fünf EG-Mitgliedstaaten Luxemburg, Belgien, Frankreich, Deutschland und die Niederlande das Schengener Abkommen unterzeichnet, womit der Grundstein für ein Europa ohne Binnengrenzkontrollen gelegt wurde.

In Schengen besichtigten das Königspaar und der Großherzog die drei Meter hohen Nationensäulen, die an die fünf Unterzeichnerstaaten - zu denen auch Luxemburg und Belgien gehören - erinnern. In den Boden sind 25 Bronzeplatten eingelassen, die die 25 Mitgliedsländer der EU repräsentieren, und Texte erklären die Geschichte des Schengener Abkommens.

Danach ging es für die Ehrengäste weiter in Richtung Mosel-Esplanade, wo sie das Monument "Schengener Abkommen" besuchten. Drei Stahlsäulen erinnern hier an die Unterzeichnung des Schengener Abkommens.

Auch wenn Schengen häufig im Kontext des Abkommens genannt wird - genau genommen wurde das Abkommen an Bord der M.S. Princesse Marie-Astrid unterzeichnet. Dahin führte der nächste Programmpunkt die Ehrengäste der Staatsvisite dann auch.

An Bord des Moselschiffs nahmen die königlichen Gäste ihr Mittagsessen zu sich und hörten Vorträge zum Thema sanfte Mobilität im Schiffsverkehr.

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Edler Tropfen am Weinbauinstitut
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Foto: Anne-Aymone Schmitz

Wie es sich für einen Aufenthalt an der Mosel gehört, besuchten König Philippe, Königin Mathilde und Großherzog Henri nach ihrer Rundfahrt auf der M.S. Princesse Marie-Astrid, die nach der älteren Schwester des Großherzogs benannt ist, auch die regionalen Weinbauern.

Nachdem Landwirtschaftsminister Romain Schneider die Gäste im Intitut Viti-Vinicole willkommen geheißen hatte, wurden sie von dem Direktor des Weinbauinstituts in die Geheimnisse des Luxemburger Weinbaus eingeweiht.

Danach kam es zu einem "Meet & Greet" mit dem Präsidenten der Domaines  Vinsmoselle, dem Präsidenten der Vereinigung der unabhängigen Winzer und dem Präsidenten der Fédération luxembourgeoise des vins et spiritueux (FLSV). Auch Mitglieder der Confrérie St. Cunibert und der Confrérie du Palmberg waren anwesend, sowie auch Mitgliedern der Vereinigung LuciliVines.

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Offizieller Abschied
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Gegen 16.30 Uhr galt es, sich offiziell voneinander zu verabschieden. Vor dem Palais wurden zuerst die Nationalhymnen abgespielt ehe König Philippe und Großherzog die Spalier stehenden Truppen abschritten und sich vor den jeweiligen Flaggen von Belgien und Luxemburg verbeugten. 

Wie schon vor zwei Tagen trotzten auch am Donnerstagnachmittag wieder rund 50 Schaulustige dem Regen, um einen Blick zu erhaschen, oder sogar ein paar royale Hände zu schütteln.

Und tatsächlich: Einigen glücklichen Zuschauer, die hinter den Absperrungen auf dem hauptstädtischen Krautmarkt gewartet hatten, gelang es, ein paar kurze Worte mit den Monarchen zu wechseln.

So lange wie am Ankunftstag nahmen sich König Philippe, Königin Mathilde und Großherzog Henri am Donnerstag allerdings nicht Zeit - was wohl nicht zuletzt auch dem schlechten Wetter zu verschulden ist.

Nachdem sich das Königspaar in Trockene zurückgezogen hatte, löste sich die Menschentraube vor dem Palais schnell wieder auf.  

Für einige Leute fing die Arbeit damit allerdings erst richtig an: Die Mitarbeiter der Administration des bâtiments publics machten sich gleich daran, die Absperrungen abzubauen und die roten Teppiche wieder einzurollen.

Ein Mitarbeiter erklärte dem LW, dass die Planung von Bâtiments publics schon rund einen Monat vor dem Staatsbesuch begonnen hatte. Dann werde der Organisation mitgeteilt, was für den Besuch alles benötigt wird - vom Tischtuch, über die Stühle, bis hin zum ellenlangen roten Teppich. Auch das festliche Mittagessen in Burglinster am Mittwoch wurde von der Administration des bâtiments publics beliefert.

Nachdem die königliche Delegation den Palais in Richtung Bahnhof verlassen hatte, ging die Arbeit für die Administration des Bâtiments publics erst richtig los.
Nachdem die königliche Delegation den Palais in Richtung Bahnhof verlassen hatte, ging die Arbeit für die Administration des Bâtiments publics erst richtig los.
Foto: Sarah Cames

"Den Perserteppich, auf dem der Großherzog und der König die Truppen salutiert haben, werden wir wohl wegschmeißen müssen. So nass wie heute war es bei so einem Event schon lange nicht mehr", erklärte der Mitarbeiter der Administration des Bâtiments publics. Der rote Kokosteppich werde allerdings trotz seiner Größe aufgehangen und getrocknet. 

Derweil ging es für die königliche Delegation weiter in Richtung Bahnhof, wo der Sonderzug nach Brüssel bereits bereitstand.

Ein paar mal winken sie noch und bedankten sich bei den Beteiligten, bevor sie in den Zug verschwanden.



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