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Wahlrecht ab 16: "Ein Katalysator für die Jugend"
Politik 25.03.2015

Wahlrecht ab 16: "Ein Katalysator für die Jugend"

Geht es nach dem Willen der Jugendkonferenz, wird das Wahlalter auf 16 Jahre herabgesetzt.

Wahlrecht ab 16: "Ein Katalysator für die Jugend"

Geht es nach dem Willen der Jugendkonferenz, wird das Wahlalter auf 16 Jahre herabgesetzt.
Foto: Tom Wagner
Politik 25.03.2015

Wahlrecht ab 16: "Ein Katalysator für die Jugend"

Die Jugendkonferenz befürwortet eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre. Junge Menschen würden dadurch von der Politik mehr wahrgenommen werden.

(ml) - Soll das Wahlalter in Luxemburg auf 16 Jahre herabgesetzt werden? Die Regierung hat sich dazu entschlossen, unter anderem diese Frage im Rahmen des am 7. Juni stattfindenden Referendums dem Volk zur Abstimmung zu stellen. Die Jugendkonferenz (CGJL), die rund 30 nationale Jugendorganisationen mit insgesamt 40.000 Mitgliedern vertritt, beantwortet die Frage eindeutig mit Ja!

Die gemeinsame Haltung wurde neulich im Rahmen einer Generalversammlung gutgeheißen. Bei der Abstimmung hätten sich nur wenige enthalten, hieß es am Mittwoch bei der Pressekonferenz. Dabei habe es sich vorwiegend um Organisationen gehandelt, die es vorziehen würden, bei politischen Themen neutral zu bleiben.

Mit 16 Jahren haben Jugendliche verschiedene Rechte und Pflichten. Das Wahlrecht gehört derzeit nicht dazu. Vor allem bei jungen Menschen würde dadurch die Kluft zwischen Wählern und Gewählten immer größer werden, stellt die CGJL fest. Dies führe zu Politikverdrossenheit, Desinteresse und Misstrauen. Da die Wählerschaft zunehmend älter wird, würden sich junge Menschen hierzulande oft ausgeschlossen fühlen.

CGJL-Präsident Maurice Losch ist davon überzeugt, dass die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre "einen zusätzlichen Anreiz" für junge Menschen darstellen würde, um sich künftig mehr bei politischen Themen einzubinden. "Wenn Jugendliche bei Wahlen ihre Stimme abgeben dürften, würden sie von den politischen Verantwortungsträgern mehr wahrgenommen werden", so Losch. Eine derartige Maßnahme sei ein "Katalysator" für die Jugend. Man verleihe ihr dadurch mehr Gewicht, betont Losch. 

Im Vorfeld des Referendums zur Senkung des Wahlalters lädt die Jugendkonferenz  am 15. April im Sitz der Fnel zu einer Diskussionsrunde ein. Neben Alex Bodry (LSAP) und Marc Spautz (CSV) werden auch Prof. Dr. Helmut Willems (Jugendsoziologe an der Universität Luxemburg), Charles Margue (Direktor des Instituts TNS-Ilres) und zwei Vertreter der CGJL daran teilnehmen.


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