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Wahl der nationalen Elternvertretung: "Eltern, macht mit"
Politik 30.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Wahl der nationalen Elternvertretung: "Eltern, macht mit"

An einem Strang ziehen: Kinder brauchen die gemeinsame Unterstützung von Eltern und Lehrern.

Wahl der nationalen Elternvertretung: "Eltern, macht mit"

An einem Strang ziehen: Kinder brauchen die gemeinsame Unterstützung von Eltern und Lehrern.
Foto: Shutterstock
Politik 30.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Wahl der nationalen Elternvertretung: "Eltern, macht mit"

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Im Februar 2020 wird die erste nationale Elternvertretung gewählt. Sie besteht aus zwölf Mitgliedern und soll die Interessen aller Eltern im Luxemburger Bildungssystem vertreten. Damit das Gremium repräsentativ ist, möchte das Bildungsministerium, dass möglichst viele Eltern von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Damit es in der Schule klappt, braucht es engagierte und motivierte Lehrer, aber es braucht auch engagierte und motivierte Eltern, meinte Bildungsminister Claude Meisch am Montag bei der Pressekonferenz zur Wahl der nationalen Elternvertretung, die kommendes Jahr im Februar stattfinden wird. Gewählt werden zwölf Vertreter: vier aus dem Fondamental, sechs aus dem Secondaire, zwei Mitglieder vertreten die Interessen von Kindern mit spezifischen Bedürfnissen. 


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Es wird die erste Wahl dieser Art sein. Allerdings ist es keine basisdemokratische Wahl, sie ist pyramidenförmig aufgebaut. Im Oktober wählen die Eltern zunächst auf der Schulebene beziehungsweise in den Kompetenzzentren ihre Vertreter. Aus diesen Elternsprechern werden dann sektorielle Vertretungen gewählt. Jede Grundschule, jede Sekundarschule und jedes Kompetenzzentrum wählt jeweils zwei Vertreter. Aus diesen sektoriellen Vertretungen werden dann im Februar die zwölf nationalen Vertreter gewählt. 

Die Arbeit als nationaler Elternvertreter ist ehrenamtlich und wird nicht bezahlt, allerdings werden nationale Elternvertreter während acht Tagen pro Jahr freigestellt.

Die Erfahrung zeigt, dass es schwierig ist, Eltern zu motivieren, sich in den Schulen zu engagieren. Deshalb startet das Bildungsministerium eine großangelegte Sensibilisierungskampagne mit Videoclips, Broschüren, Radiospots, einer Facebook-Seite (D'Elteren an der Schoul) und einer Internetseite (www.elteren.lu). Oberstes Ziel ist die Teilnahme möglichst vieler Eltern an der Wahl der lokalen Vertreter. Andererseits möchte das Ministerium die Eltern zu einer aktiven Mitarbeit als Sprecher in den Schulen anspornen.  

Die lokalen, sektoriellen und nationalen Elternsprecher können sich über eine Kommunikationsplattform, die vom Bildungsministerium eingerichtet wird, untereinander austauschen. Im Fondamental findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Regionaldirektionen und den Elternsprechern der Schulen statt.

Laut Angaben des Bildungsministeriums gibt es in den 157 Grundschulen momentan rund 750 Elternvertreter. Das sind im Schnitt 4,7 Elternsprecher pro Schule. 


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