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Votum Klima: Nasskalter Marsch gegen Erwärmung
Politik 20 30.11.2015

Votum Klima: Nasskalter Marsch gegen Erwärmung

Politik 20 30.11.2015

Votum Klima: Nasskalter Marsch gegen Erwärmung

Zum Beginn der Weltklimakonferenz in Paris marschierten am Montag rund 200 Aktivisten für mehr Klimaschutz.

(ml) - Nach den grausamen Attentaten vor zwei Wochen in Paris ist die französische Hauptstadt ab Montag Gastgeberstadt des Weltklimagipfels. Beinahe 150 Staats- und Regierungschefs nehmen daran teil. Ziel ist eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad Celsius. Des Weiteren soll sich darauf geeignet werden, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Pünktlich zum Auftakt der COP21 fandt am Montag in Luxemburg ein "Climate March" statt. Die im Jahr 2009 gegründete Plattform "Votum Klima", der 26 Luxemburger Nichtregierungsorganisationen (u. a. Mouvement écologique, Greenpeace Luxemburg, Caritas Luxemburg) angehören, organisierte diesen Klimamarsch.

Treffpunkt war um 18.00 Uhr auf dem Knuedler. Von dort aus marschierten 200 Menschen in die Rotunden, wo ab 19.00 Uhr ein Kulturabend angesagt ist. Das Programm ist voll gespickt mit Konzerten (Serge Tonnar, Sascha Ley, Toxkäpp...), Kabarett (Jemp Schuster)  Vorträgen (Mr. Science, Raphaël Fiegen) und Ausstellungen.

Umweltministerin Carole Dieschbourg, die im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft die Haltung der EU-Mitgliedsstaaten koordiniert, hofft dass die Staats- und Regierungschefs in den kommenden Tagen ein wichtiges Signal senden werden. In den bilateralen Gesprächen, die sie in den kommenden Tagen führt, müsse noch Überzeugungsarbeit geleistet werden, so Dieschbourg. Greenpeace-Verhandlungsleiter Martin Kaiser sagte dem "Luxemburger Wort", dass bereits der erste Tag für den Erfolg oder Misserfolg der Klimakonferenz mitentscheidend sei.

Bereits am Wochenende fanden in 150 Staaten mehr als 2.000 Veranstaltungen statt. Weltweit gingen Tausende Menschen auf die Straße mit dem Ziel, den Druck auf die Konferenzteilnehmer zu erhöhen. Allein in Sydney demonstrierten mehr als 45.000 Menschen.

In London hatten die Organisatoren mit 30.000 Demonstranten gerechnet. Am Ende waren es wesentlich mehr. In Paris haben ungeachtet eines Demonstrationsverbots mehrere Tausend Einwohner Menschenketten gebildet. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, die Tränengas einsetzte. Rund 300 radikale Demonstranten wurden verhaftet.



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