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Votum Klima : Demonstration für Klimagipfel
Politik 2 Min. 23.11.2015

Votum Klima : Demonstration für Klimagipfel

"Votum Klima" zufolge stellt der Klimawandel eine der größten Bedrohungen für den Weltfrieden dar.

Votum Klima : Demonstration für Klimagipfel

"Votum Klima" zufolge stellt der Klimawandel eine der größten Bedrohungen für den Weltfrieden dar.
Foto: Ludger Nüschen
Politik 2 Min. 23.11.2015

Votum Klima : Demonstration für Klimagipfel

Am kommenden Montag findet in Luxemburg der Klimamarsch statt, eine Demonstration, die zeitgleich mit dem Beginn des entscheidenden UN-Klimagipfels in Paris organisiert wird.

(ml) - Rund um die Welt treten am ersten Advent hunderttausende Menschen auf über 2.000 Veranstaltungen für Solidarität, Frieden und Klimagerechtigkeit ein. Ziel ist es, die Staats- und Regierungschefs auf dem Klimagipfel in Paris dazu aufzurufen, den Klimawandel resolut zu bekämpfen. In Luxemburg wird die Demonstration von "Votum Klima" organisiert.

Die Plattform, der 26 luxemburgische Nichtregierungsorgansiationen wie Greenpeace, der Mouvement Ecologique und Caritas Luxemburg angehören, ruft am 30. November, dem Auftakt des Weltklimagipfels, alle Bürger dazu auf, im Rahmen des "Climate March" ein Zeichen zu setzen. Die Veranstaltung startet um 18 Uhr auf dem Place Guillaume. Von dort aus geht es Richtung Rotunden, wo ab 19 Uhr Künstler (u. a. Serge Tonnar, Jemp Schuster, Sascha Ley und Toxkäpp) ihren Beitrag leisten werden.

Gerade jetzt, nach den Anschlägen der vergangenen Tage, sei es umso wichtiger, für Klimaschutz zu demonstrieren. "Der Klimagipfel in Paris ist auch ein Friedensgipfel", betont Martina Holbach von Greenpeace Luxemburg. Bereits jetzt stelle der Klimawandel eine große Bedrohung für den Weltfrieden dar.

Die Zusagen, die im Vorfeld der COP21 von der internationalen Staatengemeinschaft gemacht wurden, würden nicht ausreichen, um die globale Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Außerdem sei nicht gewusst, ob die gesteckten Ziele rechtlich verbindlich sind. Paris sei nur ein Etappenziel, wichtig sei, was danach passiere, so Holbach.

Luxemburg habe sich im Hinblick auf den Weltklimagipfel gut vorbereitet, doch müssten die Anstrengungen auch danach fortgesetzt werden, betonte Paul Polfer vom Mouvement écologique. Luxemburg brauche eine verbindliche Klimastrategie als Grundlage für den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen bis zum Jahr 2050, lautet eine der Forderungen von "Votum Klima" an die Adresse der Regierung.

Löwenanteil entfällt auf Transportbereich

61 Prozent der CO2-Emissionen, die dem Großherzogtum angerechnet werden, stammen aus dem Transportsektor, ein Großteil davon ist auf den Tanktourismus zurückzuführen. Die Regierung wird deshalb aufgefordert, die Energie im Rahmen einer nachhaltigen Steuerreform anders zu besteuern, als bislang.

Des Weiteren soll der luxemburgische Pensionsfonds (Fonds de compensation), dessen Aufgabe es ist, die Ausgleichsreserven der Pensionsversicherung von der Entwicklung der Finanzmärkte profitieren zu lassen, seine Investitionen in fossile und atomare Sektoren stoppen. Derzeit steckt der Fonds noch mehr als eine halbe Milliarde Euro in beide Bereiche. Auch müsse die Regierung den Umbau unserer Gesellschaft durch sozialpolitische Maßnahmen begleiten, damit einkommensschwache Haushalte nicht auf der Strecke blieben.

Von der Regierung verlangt Votum Klima, dass sie sich auf EU-Ebene für eine kohärente Umsetzung der Klimamaßnahmen einsetzt. Abschließend heißt es, dass der europäische Emissionshandel (ETS) ein Mißerfolg gewesen sei. Deshalb dränge sich eine dringende Reform auf. Die Gratis-Allokationen an die Industrie müssten bald der Vergangenheit angehören.





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