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Vorerst keine Uni-Examen mit Überwachung
Politik 05.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Vorerst keine Uni-Examen mit Überwachung

Die Studenten haben sich in den vergangenen Wochen auf ihre Examen vorbereitet.

Vorerst keine Uni-Examen mit Überwachung

Die Studenten haben sich in den vergangenen Wochen auf ihre Examen vorbereitet.
Foto: Lex Kleren
Politik 05.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Vorerst keine Uni-Examen mit Überwachung

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Wegen der Virusgefahr muss ein Teil der Studenten der Uni Luxemburg ferngeprüft werden. Die Uni möchte eine Software mit Überwachungsfunktion einsetzen. Das Tool stößt bei der Unel auf Kritik.

Am Montag beginnt die Prüfungszeit an der Uni Luxemburg. Doch wegen der Virusgefahr musste die Uni sich neue Prüfungsmodalitäten ausdenken, da nicht alle Examen wie gewohnt in einem Hörsaal stattfinden können. Ein Teil der Studenten soll das Examen zu Hause am Computer absolvieren. Damit nicht geschummelt wird, soll ein Programm mit einer Überwachungsfunktion zum Einsatz kommen. Das kommt nicht bei allen Studenten gut an.


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Uni-Examen: Studenten sorgen sich wegen möglicher Überwachung
Einige Uni-Examen werden derzeit zu Hause aus geschrieben. Doch wie soll geprüft werden, dass nicht geschummelt wird? Auf dem Campus machen Gerüchte über ein Überwachungsprogramm die Runde.

Die Union nationale des étudiant-e-s du Luxembourg (Unel) hat sich am Freitag in einem Presseschreiben besorgt gezeigt. Die Studentenvereinigung sorgt sich um den Datenschutz. Die Überwachung sei ein Eingriff in die Privatsphäre der Studenten, zumal unklar sei, wie lange die Daten gespeichert werden und wer Zugriff auf die Daten hat. Die Unel gibt auch zu bedenken, dass die Studenten keine Erfahrung im Umgang mit der neuen Software haben und ihnen kaum Zeit bleibe, sich damit auseinanderzusetzen. Aus diesen Gründen fordert die Vereinigung der Luxemburger Studenten Alternativen für Studierende, die nicht mit dem Programm einverstanden sind

Auf Nachfrage erklärte die Pressesprecherin der Universität am Freitag, dass die Entscheidung über den Einsatz des Programms noch nicht getroffen worden sei. Zusammen mit der nationalen Datenschutzkommission prüfe man die Datenschutzkonformität des Programms. "Das Tool wird nur eingesetzt, wenn sichergestellt ist, dass es datenschutzkonform ist", so die Pressesprecherin.

Bis auf Weiteres kommt das Programm also nicht zum Einsatz. Sollte es irgendwann eingesetzt werden, werde vor den Examen ein Testlauf organisiert, um sicherzustellen, dass die Studenten damit umgehen können. Des Weiteren hieß es seitens der Uni, dass man alternative Examensformen anbiete für alle Studenten, die mit dieser Variante nicht einverstanden sind. Das Programm werde bei maximal zehn bis 15 Prozent aller Examen eingesetzt. Die Examenszeit dauert bis Anfang September.

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