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Leitartikel Politik 2 Min. 04.12.2017 Aus unserem online-Archiv
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Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Vor fünf Jahren votierte das Parlament für die Einsetzung der SREL-Untersuchungskommission. Es war der Anfang vom Ende der CSV-LSAP-Koalition.

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Die Geheimdienstkrise und die vorgezogenen Neuwahlen führen zur politischen Umwälzung des Jahrzehnts: Zum ersten Mal wird Luxemburg von einer Dreierkoalition regiert. Die CSV muss nach 40 Jahren wieder in die Opposition.
8.11.Aussenministerium / Koalitionsverhandlungen DP - LSAP - Dei Greng / Wahlen 2013 /  gemeinsame Pressekonferenz im Aussenhandelsministerium  / Claude Meisch , Etienne Schneider , Xavier Bettel , Felix Braz   Foto: Guy Jallay
Alle fünf Jahre haben die Wähler das Wort. Wenn die Stimmen am Abend ausgezählt sind, hat der Wählerwille schon wieder ausgedient. In den Tagen nach der Wahl schlägt die Zeit der schnöden Machtpolitik.
Alles deutet auf eine Neuauflage der blau-rot-grünen Koalition hin.
Der Verzicht auf einen hitzigen Revanche-Wahlkampf könnte die reibungsfreien Debatten während der vergangenen fünf Wahlkampfwochen erklären.
Zwei, die Premierminister werden wollen: Claude Wiseler (CSV) und Etienne Schneider (LSAP) bei der Wahldebatte des Luxemburger Wort.
Bei den Parlamentswahlen 1974 ereignet sich etwas Historisches. Zum ersten Mal in der Nachkriegszeit bildet sich eine Koalition unter Ausschluss der CSV, die bis dahin an allen Regierungen beteiligt war und stets den Premierminister stellte.
Die DP-LSAP-Regierung Thorn-Vouel. V.l.n.r.: 1. R.: Raymond Vouel, Gaston Thorn; 2. R.: Robert Krieps, Joseph Wohlfart, Marcel Mart, Emile Krieps; 3. R.: Albert Berchem, Guy Linster, Jean Hamilius, Maurice Thoss, Benny Berg.
Laut den Umfragen ist eine Neuauflage von Blau-Rot-Grün unwahrscheinlich, aber noch lange nicht ausgeschlossen. Die Parteien positionieren sich zwar für alle Fälle - ein Lagerwahlkampf ist aber unausweichlich. Eine Analyse.
Auch ohne klare Koalitionsaussage werden Etienne Schneider (l.) und Xavier Bettel um eine zweite Amtszeit für Blau-Rot-Grün kämpfen.