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Vier von fünf Luxemburgern studieren im Ausland
Politik 14.10.2021
Akademische Rentrée

Vier von fünf Luxemburgern studieren im Ausland

80 Prozent der Luxemburger Studenten gehen zum Studieren ins Ausland. Viele kehren nach ihrem Studium nicht nach Luxemburg zurück. Dieses Problem wurde Anfang Oktober bei der REEL in München diskutiert.
Akademische Rentrée

Vier von fünf Luxemburgern studieren im Ausland

80 Prozent der Luxemburger Studenten gehen zum Studieren ins Ausland. Viele kehren nach ihrem Studium nicht nach Luxemburg zurück. Dieses Problem wurde Anfang Oktober bei der REEL in München diskutiert.
Foto: DPA
Politik 14.10.2021
Akademische Rentrée

Vier von fünf Luxemburgern studieren im Ausland

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Hochschulminister Claude Meisch (DP) präsentierte am Donnerstag die neuesten Zahlen im Hochschulwesen.

80 Prozent der in Luxemburg ansässigen Studenten studieren im Ausland, die anderen 20 Prozent (3.989 Studenten) studieren in Luxemburg, entweder an der Uni Luxemburg oder in einem BTS-Programm. An der Uni Luxemburg nimmt die Zahl der Studenten weiter zu. 2020/21 waren dort 6.783 Studenten (130 Nationalitäten) eingeschrieben. 40 Prozent der Studierenden dort haben ihren Sekundarabschluss in Luxemburg absolviert. Diese Zahlen nannte Hochschulminister Claude Meisch (DP) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zur akademischen Rentrée.


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Auch die Zahl der Studienbeihilfenempfänger nimmt von Jahr zu Jahr zu. Im vergangenen Jahr haben 33.589 Studierende (2019/20: 30.808 Studenten) die staatlichen Beihilfen in Anspruch genommen, darunter 19.898 in Luxemburg ansässige Studenten und 13.691 Grenzgänger. Das hat den Staat 142,6 Millionen Euro (2019/20: 128,6 Millionen) gekostet. 105,9 Millionen Euro gingen an in Luxemburg ansässige Studenten, 36,7 Millionen an Grenzgänger. Darüber hinaus hat der Staat Darlehensgarantien in Höhe von 104,1 Millionen Euro genehmigt. Insgesamt belaufen sich die aktuellen Darlehensgarantien auf knapp 600 Millionen Euro.

Deutschland, Österreich und ganz besonders die Niederlande erfreuen sich seit gut vier Jahren zunehmender Beliebtheit. In den Niederlanden stieg die Zahl der Luxemburger Studenten Claude Meisch zufolge in den vergangenen vier Jahren substanziell von 642 auf 1.403 Studierende. In Belgien, Frankreich und Großbritannien stagnieren die Zahlen. 

Beliebtestes Studiengebiet sind nach wie vor die Wirtschaftswissenschaften. Doch auch das Ingenieurwesen sowie die Bereiche Bildung und Medizin erfreuen sich großer Beliebtheit. 

Die Uni Luxemburg bietet neuerdings den Bachelor in Medizin sowie medizinische Fachgebiete (Allgemeinmedizin, Onkologie, Neurologie) an. Zum ersten Mal konnten Studenten im zweiten Jahr Medizin in Luxemburg bleiben. Ab 2023 sollen an der Uni Luxemburg auch Bachelorstudiengänge in der Pflege angeboten werden. „Auf diese Weise entsteht ein neuer Schwerpunkt an der Uni rund um den medizinischen und Gesundheitsbereich, der sich gut in die bestehenden Aktivitäten - auch in der Forschung - einfügt“, so der Hochschulminister. 


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Ein Zuwachs ist auch bei den BTS-Studiengängen zu verzeichnen. 2020/21 wurden 330 Diplome vergeben, so viel wie nie zuvor. 889 Personen waren vergangenes Jahr in einem BTS eingeschrieben, ebenfalls so viel wie nie zuvor. Den Erfolg schreibt der Minister der Einführung neuer BTS-Studiengänge und dem breiteren Angebot zu. 

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