Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Verwaltungssprachen: Luxemburgisch spielt eine zentrale Rolle
Politik 24.10.2016

Verwaltungssprachen: Luxemburgisch spielt eine zentrale Rolle

Das Luxemburgische spielt eine zentrale Rolle bei der Kommunikation zwischen Verwaltungen und Bürgern.

Verwaltungssprachen: Luxemburgisch spielt eine zentrale Rolle

Das Luxemburgische spielt eine zentrale Rolle bei der Kommunikation zwischen Verwaltungen und Bürgern.
Foto: LW-Archiv
Politik 24.10.2016

Verwaltungssprachen: Luxemburgisch spielt eine zentrale Rolle

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Nicht erst seit gestern spielt Luxemburgisch eine zentrale Rolle beim Kontakt der Bürger mit Verwaltungen und Ministerien. Doch auch Fremdsprachen sind mehr und mehr gefragt.

(TJ) - Die Sprachendiskussion bewegt derzeit halb Luxemburg. Ob das Luxemburgische als Hauptverwaltungssprache "geadelt" werden soll, wird demnächst im Parlament die Abgeordneten beschäftigen, nachdem eine diesbezügliche Petition in Rekordzeit weit über 14.000 Unterschriften bekommen hatte.

Wer sich auf Luxemburgisch an eine staatliche Verwaltung richtet, bekommt schon jetzt im Prinzip eine Antwort auf Luxemburgisch. Dies geht aus der Antwort von Minister Dan Kersch auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Yves Cruchten hervor. Kersch verweist dabei schlicht und einfach auf ein Gesetz aus dem Jahr 1984, das dies so vorsieht:

"Lorsqu'une requête est rédigée en luxembourgeois, en français ou en allemand, l'administration doit se servir, dans la mesure du possible, pour sa réponse de la langue choisie par le requérant".

Prinzipiell müssen Anwärter für den öffentlichen Dienst Kenntnisse in den drei gängigen Verwaltungssprachen - deutsch, französisch und luxemburgisch - vorweisen, allerdings, so der Minister gibt es eine Reihe von Ausnahmeregelungen. So kann beispielsweise beim Einstellen von hochspezialisierten Fachkräften eine Ausnahme der allgemein gültigen Vorschrift gemacht werden.

Darauf angesprochen, wieweit das Luxemburgische von den Verwaltungen benutzt wird, schätzt der Minister, dass diese dem "Lëtzebuergeschen" eine zentrale Rolle im Kontakt mit dem Bürger beimessen. Beamte seien gehalten, in einer für alle Menschen verständlichen Sprache zu kommunizieren, weshalb Deutsch, Französisch und immer häufiger auch Englisch gefragt seien.

Aus diesem Grund würden Broschüren, Formulare und Online-Auftritte seit längerem in mehreren Sprachen ausgelegt.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Neues Privatschulgesetz: Luxemburgisch wird Pflichtfach
Privatschulen müssen künftig Luxemburgisch-Kurse anbieten. Das überarbeitete Privatschulgesetz soll Ende 2016 auf den Instanzenweg geschickt werden. Die neuen Bestimmungen gelten für den Grundschul- und den Sekundarschulbereich.
Privatschulen sind künftig verpflichtet, das Fach "Lëtzebuergesch als Friemsprooch" anzubieten.