Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Venezuela: Luxemburgs Kommunisten stehen hinter Maduro

Venezuela: Luxemburgs Kommunisten stehen hinter Maduro

Foto: Matic Zorman
Politik 24.01.2019

Venezuela: Luxemburgs Kommunisten stehen hinter Maduro

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Mit Blick auf den Machtkampf in Venezuela beeilten sich diverse Politiker, Juan Guaidó als Interimspräsidenten anzuerkennen. Der sozialistische Amtsinhaber Maduro bekommt dagegen Zuspruch aus Luxemburg.

Nachdem sich am Mittwoch der venezolanische Parlamentspräsident Juan Guaidó bei einer Protestkundgebung gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro in Caracas zum "Interimspräsidenten" erklärt hatte, gab es Rückmeldung aus der ganzen Welt: Die USA erkannten Guaidó sofort als neuen Staatschef an, einige Länder, vor allem aus Südamerika, folgten diesem Beispiel. Die EU verkündete, zunächst aufmerksam abwarten zu wollen - die Frage einer Anerkennung sei sowieso Sache der einzelnen Mitgliedsstaaten und nicht der Union. Die Regierungen von Mexiko und Bolivien stellten sich demonstrativ weiter an die Seite Maduros. 

Inhaltlich wenig überraschend hat sich am Donnerstagnachmittag auch die Kommunistische Partei Luxemburgs mit einem Communiqué zu Wort gemeldet. Die KPL "verurteilt in aller Entschiedenheit jegliche Aktion der rechtsgerichteten Opposition in Venezuela mit dem Ziel, die politische Macht an sich zu reißen", heißt es in dem Rundschreiben. 

Die Erklärung der KPL im Wortlaut:

Die Anerkennung Guaidós widerspreche "jeglichem internationalen Recht". Man sei solidarisch "mit der Kommunistischen Partei Venezuelas, mit den verfassungstreuen Kräften in der regierenden Sozialistischen Partei und des Militärs sowie mit allen Menschen in Venezuela in ihren Bemühungen [...] die von Präsident Hugo Chávez begonnene Bolivarische Revolution erfolgreich weiterzuführen".

Außenminister Asselborn solle "derartigen Vorstößen" im Rahmen der EU "keinerlei Raum" geben.



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Demos in über 300 Städten Venezuelas
Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Guaidó will den Frust im Volk über wiederkehrende Stromausfälle nutzen, um Staatschef Maduro endlich aus dem Amt zu fegen.
TOPSHOT - A man flutters a Venezuelan national flag surrounded by militia members during a rally called by Venezuelan President Nicolas Maduro in Caracas on April 6, 2019. - Venezuela's opposition leader Juan Guaido urged his supporters to demonstrate in the streets Saturday to maintain pressure on his rival President Nicolas Maduro, amid rising anger over the collapse of public services. Maduro, who blames US-backed sabotage on recent blackouts that deprived millions of power, has also called a pro-government march in Caracas, urging his supporters onto the streets for a "March in defence of peace." (Photo by Federico Parra / AFP)
Venezuela wirft deutschen Botschafter raus
Der Diplomat hatte den selbst ernannten Interimspräsidenten Guaidó am Flughafen erwartet. Für Staatschef Maduro war das Empfangskomitee eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des krisengebeutelten Landes.
06.03.2019, Venezuela, Caracas: Das Gebäude, in dem die Deutsche Botschaft in Venezuela ist, wird von dunklen Gewitterwolken umgeben. Der Deutsche Botschafter Daniel Kriener ist zur unerwünschten Person erklärt worden und soll Venezuela innerhalb von 48 Stunden verlassen. Die sozialistische Regierung von Staatschef Maduro wirft dem Diplomaten vor, sich in die inneren Angelegenheiten des südamerikanischen Landes eingemischt zu haben. Foto: Rafael Hernandez/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Maduro: "Hier ergibt sich niemand"
Die Staatskrise in Venezuela steht vor der völligen Eskalation. Staatschef Nicolás Maduro beharrt auf seiner Präsidentschaft und der Souveränität Venezuelas. Die diplomatischen Beziehungen zu den USA sind abgebrochen.
Venezuela's President Nicolas Maduro (C), speaks to a crowd of supporters to announce his is breaking off diplomatic ties with the United States, during a gathering in Caracas on January 23, 2019. - Venezuela President Nicolas Maduro announced on Wednesday he was breaking off diplomatic ties with the United States after counterpart Donald Trump acknowledged opposition leader Juan Guaido as the South American country's "interim president." (Photo by Luis ROBAYO / AFP)