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US-Präsident Trump bekommt seinen Staatsbesuch in London
13. Juli 2018: Präsident Trump und seine Frau Melania stehen mit der britischen Königin Elizabeth II in Schloss Windsor.

US-Präsident Trump bekommt seinen Staatsbesuch in London

Foto: Steve Parsons/PA Wire/dpa
13. Juli 2018: Präsident Trump und seine Frau Melania stehen mit der britischen Königin Elizabeth II in Schloss Windsor.
Politik 23.04.2019

US-Präsident Trump bekommt seinen Staatsbesuch in London

Vom 3. bis 5. Juni sollen US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania zu Gast bei der Queen sein. Der pompöse Staatsakt für Trump ist in Großbritannien höchst umstritten.

(dpa) - Der amerikanische Präsident und First Lady Melania haben eine Einladung der Queen angenommen, teilte der Palast am Dienstag mit. Die Königin entspricht damit dem Wunsch der britischen Regierung. Der Trump-Besuch ist jedoch höchst umstritten. Es wird mit massiven Protesten gerechnet, wie schon im Sommer 2018, als der US-Präsident in Großbritannien zu Besuch war.


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Premierministerin Theresa May hatte die Einladung an Trump bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2017 ausgesprochen. Sie stieß damit in ihrem Land auf Empörung. Eine Staatsvisite wird anders als ein normaler Arbeitsbesuch mit dem ganzen Pomp des Königshauses zelebriert und gilt als besondere Ehrung. Vor Trump wurde sie nur zwei US-Präsidenten zuteil: George W. Bush und Barack Obama. Zu einem Staatsbesuch gehört unter anderem die Fahrt in einer vergoldeten Kutsche über die Prachtstraße „The Mall“ in London und ein Staatsbankett im Buckingham-Palast.

Bei seiem Besuch in Windsor Castle brach Präsident Trump königliches Protokoll in dem er vor der Königin ging.
Bei seiem Besuch in Windsor Castle brach Präsident Trump königliches Protokoll in dem er vor der Königin ging.
Foto: AFP

Beim Trump-Besuch wird mit massiven Protesten gerechnet. Parlamentspräsident John Bercow hatte einst angekündigt, den US-Präsidenten nicht für eine Rede im Palace of Westminster zu empfangen. Indirekt warf er Trump Rassismus und Sexismus vor. Am Dienstag sagte er, eine solche Anfrage, wenn es sie gäbe, werde nach den üblichen Kriterien geprüft.

Der Staatsbesuch hätte längst stattfinden sollen. Doch London ließ sich mit einem Termin wohl im Hinblick auf die erwarteten Proteste Zeit. Einen Vorgeschmack auf den Event gab es im Juli vergangenen Jahres, als Trump zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch nach Großbritannien kam.

Demonstranten reisten Trump mit einer aufblasbaren Baby-Karikatur des Präsidenten.
Demonstranten reisten Trump mit einer aufblasbaren Baby-Karikatur des Präsidenten.
Foto: AFP

Er war in der Botschafterresidenz in London untergebracht, nahm aber nur Termine außerhalb der Hauptstadt wahr und reiste per Hubschrauber. Auf dem Programm stand auch ein Treffen mit der Queen auf Schloss Windsor.


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Trump düpierte bei dem Besuch die Premierministerin mit einem Interview der Boulevardzeitung „Sun“, das kurz nach einem festlichen Gala-Dinner auf Blenheim-Palace, dem Geburtsort Churchills, veröffentlicht wurde. Er warf May vor, seine Ratschläge bezüglich des EU-Austritts ignoriert zu haben.

Lob hatte Trump dagegen für Mays Dauerrivalen Boris Johnson im Gepäck, der nur wenige Tage zuvor aus Protest gegen Mays Brexit-Kurs von seinem Amt als Außenminister zurückgetreten war.

Präsident Trump eckte bei seinem letzten Besuch im Sommer 2018 bei Premierministerin Theresa May an.
Präsident Trump eckte bei seinem letzten Besuch im Sommer 2018 bei Premierministerin Theresa May an.
Foto: AFP



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