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Urlaubspetition am Ziel
Politik 19.01.2017 Aus unserem online-Archiv
In Rekordzeit

Urlaubspetition am Ziel

30 Tage Urlaub? Die Petition erhielt so viel Zuspruch, wie keine andere Eingabe zuvor.
In Rekordzeit

Urlaubspetition am Ziel

30 Tage Urlaub? Die Petition erhielt so viel Zuspruch, wie keine andere Eingabe zuvor.
Foto: Shutterstock
Politik 19.01.2017 Aus unserem online-Archiv
In Rekordzeit

Urlaubspetition am Ziel

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Petition 762, die für 3o Tage Urlaub im Privatsektor eintritt, hat einen neuen Rekord aufgestellt. Bereits nach zwei Tagen hat sie das Quorum für die öffentliche Anhörung im Parlament erreicht.

(ml) - Mehr Urlaub für alle, mit einem derartigen Wahlversprechen würde sich auch in Luxemburg Stimmung machen lassen. Petitionär Denny Kaniza, der einen bezahlten Mindesturlaub von 30 Tagen im gesamten Privatsektor fordert, hat es vorgemacht.

Seine Eingabe, die erst vor zwei Tagen auf der Internetseite des Parlaments freigeschaltet wurde, ist inzwischen von mehr als 4.939 Personen unterschrieben worden. Die Petition, die noch bis zum 28. Februar unterschrieben werden kann, hat so viel Zuspruch wie keine andere Eingabe zuvor. Die umstrittene Sprachenpetition von Lucien Welter aus Münsbach, die für die Einführung des Luxemburgischen als erste Amtssprache eintrat, hatte immerhin vier Tage gebraucht, um das nötige Quorum zu erreichen.

"30 Urlaubstage sind nicht zu viel verlangt"

Das Parlament wird sich demnächst im Rahmen einer öffentlichen Anhörung mit der Urlaubspetition befassen. Bereits 1999 hatte der damalige grüne Abgeordnete François Bausch einen Gesetzesvorschlag mit der gleichen Forderung eingereicht.

"30 Urlaubstage sind nicht zu viel verlangt", ist eine Pressemitteilung von Déi Lénk überschrieben. Die Forderung sei alles andere als überzeugen, da sowohl im öffentlichen Dienst als auch in einigen Branchen der Privatwirtschaft höhere Urlaubstageregelungen gelten würden.

Falls die anderen Parteien die Petitionen ernst nehmen, müssten sie sich jetzt bewegen und beim PAN-Gesetz entsprechend nachbessern, betont Marc Baum von Déi Lénk. Gespannt dürfe man vor allem auf die Reaktion der LSAP-Spitze sein, die kürzlich eine Diskussion über Arbeitszeitverkürzung losgetreten habe.

32 Tage Urlaub im öffentlichen Dienst

Derzeit hat jeder Arbeitnehmer in Luxemburg Recht auf mindestens 25 Tage bezahlten Urlaub im Jahr. Im öffentlichen Dienst sind es 32 Tage. Ab dem 50. Lebensjahr werden den Beamten und den Angestellten beim Staat sogar jährlich 34 Tage Urlaub genehmigt. Diejenigen, die das Alter von 55 Jahren erreicht haben, können 36 Tage Urlaub machen.

Im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten steht Luxemburg mit seiner Urlaubsregelung gut da. Die Belgier haben in der Privatwirtschaft lediglich 20 Tage frei. In Frankreich sind es 25 Tage Urlaub, in Deutschland genau so viele, allerdings nur wenn die Beschäftigten sechs Tage in der Woche arbeiten.


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