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"Urgence"-Dienst in der Hauptstadt wird ausgeweitet
Politik 01.06.2021

"Urgence"-Dienst in der Hauptstadt wird ausgeweitet

Mit der Neuerung sollen die Wartezeiten reduziert werden.

"Urgence"-Dienst in der Hauptstadt wird ausgeweitet

Mit der Neuerung sollen die Wartezeiten reduziert werden.
Foto: MS/Luc Deflorenne
Politik 01.06.2021

"Urgence"-Dienst in der Hauptstadt wird ausgeweitet

Ab 1. Juni wechseln sich die beiden Krankenhäuser nicht mehr mit dem Notdienst ab. Für die Patienten bedeutet dies eine große Erleichterung.

(TJ) - Künftig braucht man sich nicht mehr zu erkundigen, welches Krankenhaus man im Notfall aufsuchen muss. Die „Urgence“ wird ab sofort sowohl im Centre Hospitalier als auch in den Hôpitaux Robert Schuman durchgehend funktionieren - allerdings nur von 7 Uhr bis 17 Uhr. Abends und Nachts werden die Spitäler sich wie bis jetzt abwechseln. Ab dem Jahr 2024 will man den Parallelbetrieb auch auf die Nachtstunden ausweiten.

Gesundheitsministerin Paulette Lenert unterstreicht am Nachmittag in einer Mitteilung, der Zugang zu einer qualifizierten Hilfe, besonders dann, wenn man es am nötigsten habe, müsse ein Grundrecht der Bürger bleiben.

Entlastung für die Patienten

Mit der Maßnahme wollen die Krankenhäuser zusätzliche Kapazitäten schaffen. Bislang musste man teilweise stundenlange Wartezeiten in den Notfallaufnahmen in Kauf nehmen, was sich jetzt bessern soll. 


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Teilweise mussten die Notdienste bis zu 270 Notfälle betreuen. Allerdings bleiben noch einige Unklarheiten. So muss sich erst herausstellen, wie sich die Patienten auf die beiden Krankenhäuser verteilen, auch will man nach einer Testphase auswerten, wie sich die Neuerung auf die Bettenkapazitäten auswirkt, so die Leiterin der Krankenpflege im CHL, Monique Birkel, gegenüber RTL. 

Krankenwagen des CGDIS werden die Krankenhäuser je nach Auslastung oder medizinischer Indikation anfahren, so das Ministerium.

Keine Änderungen in Esch/Alzette und Ettelbrück

Keine Neuerung gibt es im Norden und Süden des Landes. In Ettelbrück und in Esch/Alzette funktionieren die Notaufnahmen ohnehin rund um die Uhr. Damit stehen den Notfallpatienten tagsüber nunmehr vier „Urgences“ offen, ab 2024 rund um die Uhr.

In beiden Krankehäusern wurden separate Räume für Patienten mit Infektionsrisiko geschaffen.
In beiden Krankehäusern wurden separate Räume für Patienten mit Infektionsrisiko geschaffen.
Foto: Luc Deflorenne


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