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Uni-Examen: Studenten sorgen sich wegen möglicher Überwachung
Politik 02.06.2020

Uni-Examen: Studenten sorgen sich wegen möglicher Überwachung

Wenn Examen zu Hause geschrieben, stellt sich die Frage, wie man überprüfen kann, ob die Studenten nicht schummeln.

Uni-Examen: Studenten sorgen sich wegen möglicher Überwachung

Wenn Examen zu Hause geschrieben, stellt sich die Frage, wie man überprüfen kann, ob die Studenten nicht schummeln.
Foto: Shutterstock
Politik 02.06.2020

Uni-Examen: Studenten sorgen sich wegen möglicher Überwachung

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Einige Uni-Examen werden derzeit zu Hause aus geschrieben. Doch wie soll geprüft werden, dass nicht geschummelt wird? Auf dem Campus machen Gerüchte über ein Überwachungsprogramm die Runde.

Wegen der Corona-Pandemie ist in diesem Jahr alles anders. Auch das Leben der Schüler und Studenten wurde auf den Kopf gestellt. Statt in den Klassenzimmern und in den Hörsälen der Uni Luxemburg fand der Unterricht über Wochen zu Hause am Computer statt.


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Nun bahnt sich, zumindest für die Uni-Studenten, offensichtlich neuer Ärger an. Auf dem Campus machen seit einigen Tagen Gerüchte über ein Computerprogramm die Runde, mit dem kontrolliert werden soll, ob sie sich bei ihren Prüfungen, die sie zu Hause schreiben, die Spielregeln halten. Ähnliche Überlegungen gab es auch im Ausland. 

Dringlichkeitsfrage der CSV

Die Informationen, die seit Tagen in Studentenkreisen zirkulieren, haben auch die CSV-Abgeordneten Martine Hansen, Laurent Mosar und Gilles Roth auf den Plan gerufen. In einer Dringlichkeitsfrage wollen sie von Bildungsminister Claude Meisch (DP) und von Kommunikationsminister Xavier Bettel (DP) wissen,  ob es in der Tat Pläne gibt, die Studenten bei ihren schriftlichen Prüfungen zu überwachen. Sollte dies der Fall sein, verlangen sie Details zu der Anwendung. Sie wollen wissen, wie sie funktioniert, von welcher Firma sie stammt und was sie kostet. 

Vor allem wollen sie aber in Erfahrung bringen, ob man bei der Uni keine andere Lösungen in Erwägung gezogen hat, um einen fairen Ablauf der Examen zu garantieren. Die drei Politiker machen sich nämlich Sorgen wegen des Datenschutzes. An die beiden Minister geht daher die Frage, ob die Computeranwendung auf freiwilliger Basis eingesetzt wird, oder ob sie Voraussetzung für die Teilnahme an den Examen ist. In dem Kontext wollen sie auch wissen, ob die nationale Datenschutzkommission überhaupt Kenntnis von den Vorhaben hat. 

Uni denkt über Kontrollprogramme nach

Die Pressesprecherin der Uni bestätigte auf Nachfrage, dass man sich an der Uni in der Tat mit möglichen Kontroll- und Überprüfungsprogrammen beschäftigt. In Erwägung gezogen würden Anwendungen, wie sie auch an ausländischen Universitäten benutzt werden, und zwar schon der Corona-Pandemie.  Dabei schloss die aus, dass  durch den Einsatz der Programme die Privatsphäre der Studenten verletzt wird.

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