Unglückliche Gewinner
„Wir hatten uns mehr erwartet, sind aber auch nicht unzufrieden“, kommentierte der Abgeordnete David Wagner, der seinen Sitz im Zentrum verteidigen konnte, das Abschneiden der Linken.
Ähnliche Worte fand auch Marc Baum: „Wir sind der 'unhappy winner' dieser Wahlen. Obwohl wir uns etwas verbessern konnten, haben wir unser Ziel von drei Sitzen verpasst.“
Der Abgeordnete, der einen Sitz für Déi Lénk im Süden errungen hat, zeigte sich vor allem überrascht über das schlechte Abschneiden der Traditionsparteien: „Der Ausgang dieser Wahlen zeigt, dass Luxemburg sich verändert hat und sich die politischen Machtverhältnisse destabilisiert haben.“
Partei der Veränderung
Obwohl die Stimmung im Lager der Linken getrübt war, zeigten sie sich doch angriffslustig: „Wir werden unsere Botschaft des sozialen Fortschritts weiter verteidigen. Vielleicht müssen nur andere Worte finden, um sie besser unter die Menschen zu bringen“, so Gary Diderich.
Das Gemeinderatsmitglied aus Differdingen erinnerte auch daran, dass es sich trotzdem um das beste Wahlresultat der Linken bis jetzt handelte. Besonders stolz waren die Linken darüber, dass es, dank dem internen Rotationsprinzip, zwei Frauen in die Chamber geschafft haben.
„Wir sind eine Partei der Veränderung und Erneuerung“, gab Nathalie Oberweis zu verstehen, die das Mandat von David Wagner nach der Hälfte der Legislaturperiode übernehmen wird. „Wir hatten uns jedoch mehr erwartet, besonders weil unsere Abgeordneten im Parlament sehr gute Arbeit geleistet haben, im Gegensatz zu anderen Parteien“, so Oberweis.
Im Süden hat es mit Myriam Cecchetti eine weibliche Kandidatin auf den zweiten Platz der Liste geschafft. „Obwohl ich mit meinem persönlichen Resultat zufrieden bin, bereitet mir der Wahlausgang jedoch Sorgen.“ Das Resultat zeige, dass es vielen Menschen an politischer Bildung fehle, so die Gemeinderätin aus Sassenheim.
