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Unglückliche Gewinner
Politik 15.10.2018

Unglückliche Gewinner

Trotz eines ernüchternden Resultats waren die Linken zufrieden, dass sie weiterhin mit zwei Abgeordneten in der Chamber vertreten sind.

Unglückliche Gewinner

Trotz eines ernüchternden Resultats waren die Linken zufrieden, dass sie weiterhin mit zwei Abgeordneten in der Chamber vertreten sind.
Foto: Caroline Martin
Politik 15.10.2018

Unglückliche Gewinner

Patrick BESCH
Patrick BESCH
Die Linkspartei hatte sich mehr erwartet. Trotz eines leicht verbesserten Resultats bleibt der Linkspartei ein dritter Sitz in der Chamber verwehrt.

„Wir hatten uns mehr erwartet, sind aber auch nicht unzufrieden“, kommentierte der Abgeordnete David Wagner, der seinen Sitz im Zentrum verteidigen konnte, das Abschneiden der Linken.

Ähnliche Worte fand auch Marc Baum: „Wir sind der 'unhappy winner' dieser Wahlen. Obwohl wir uns etwas verbessern konnten, haben wir unser Ziel von drei Sitzen verpasst.“

Der Abgeordnete, der einen Sitz für Déi Lénk im Süden errungen hat, zeigte sich vor allem überrascht über das schlechte Abschneiden der Traditionsparteien: „Der Ausgang dieser Wahlen zeigt, dass Luxemburg sich verändert hat und sich die politischen Machtverhältnisse destabilisiert haben.“

Partei der Veränderung

Obwohl die Stimmung im Lager der Linken getrübt war, zeigten sie sich doch angriffslustig: „Wir werden unsere Botschaft des sozialen Fortschritts weiter verteidigen. Vielleicht müssen nur andere Worte finden, um sie besser unter die Menschen zu bringen“, so Gary Diderich.

David Wagner (2. v. l.) konnte einen Platz für die Linkspartei im Zentrum ergattern.
David Wagner (2. v. l.) konnte einen Platz für die Linkspartei im Zentrum ergattern.
Foto: Caroline Martin

Das Gemeinderatsmitglied aus Differdingen erinnerte auch daran, dass es sich trotzdem um das beste Wahlresultat der Linken bis jetzt handelte. Besonders stolz waren die Linken darüber, dass es, dank dem internen Rotationsprinzip, zwei Frauen in die Chamber geschafft haben.


Chamberwahlen 2018,David Wagner,Déi Lénk.Foto:Gerry Huberty
Linker Blickwinkel
David Wagner, 39 Jahre alt, ist einer von zwei Abgeordneten der Linkspartei. Aktuell sind Déi Lénk die kleinste Oppositionskraft im Parlament. Das soll sich ändern.

Wir sind eine Partei der Veränderung und Erneuerung“, gab Nathalie Oberweis zu verstehen, die das Mandat von David Wagner nach der Hälfte der Legislaturperiode übernehmen wird. „Wir hatten uns jedoch mehr erwartet, besonders weil unsere Abgeordneten im Parlament sehr gute Arbeit geleistet haben, im Gegensatz zu anderen Parteien“, so Oberweis.

Im Süden hat es mit Myriam Cecchetti eine weibliche Kandidatin auf den zweiten Platz der Liste geschafft. „Obwohl ich mit meinem persönlichen Resultat zufrieden bin, bereitet mir der Wahlausgang jedoch Sorgen.“ Das Resultat zeige, dass es vielen Menschen an politischer Bildung fehle, so die Gemeinderätin aus Sassenheim.


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