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Umfrage: Teilnehmer fordern mehr Gleichbehandlung
Politik 18.07.2019

Umfrage: Teilnehmer fordern mehr Gleichbehandlung

Die Befragten fordern, dass mit der Sensibilisierung in Bezug auf Geschlechterrollen bereits im frühen Kindesalter begonnen wird.

Umfrage: Teilnehmer fordern mehr Gleichbehandlung

Die Befragten fordern, dass mit der Sensibilisierung in Bezug auf Geschlechterrollen bereits im frühen Kindesalter begonnen wird.
Foto: Shutterstock
Politik 18.07.2019

Umfrage: Teilnehmer fordern mehr Gleichbehandlung

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
In einer nicht repräsentativen Umfrage spricht sich eine Mehrheit der 1 777 Teilnehmer für mehr Gleichbehandlung zwischen den Geschlechtern aus.

Drei Wochen lang, vom 17. Juni bis zum 7. Juli, hatte jeder Interessierte die Möglichkeit, online einen Fragebogen über die Gleichbehandlung von Männern und Frauen auszufüllen. Als Basis diente ein Fragebogen der Europäischen Union, der an die luxemburgischen Besonderheiten angepasst wurde.


Vor allem in Bezug auf Gehälter und Renten ist die Gleichbehandlung von Mann und Frau noch nicht zwingend gegeben.
Leistungsprinzip
Eine ungleiche Bezahlung für eine ähnliche Arbeit ist, unabhängig vom Geschlecht, nicht per se ungerecht. Es kommt auf die Leistung an.

Insgesamt 1 777 Personen nahmen diese Möglichkeit wahr. Die Resultate fließen in die Ausarbeitung des nationalen Aktionsplans für Gleichheit mit ein. Diese Arbeiten sollen im Idealfall bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. 

Die überwiegende Mehrheit der Befragten, immerhin 67 Prozent, ist der Ansicht, dass in der Vergangenheit bereits Fortschritte erzielt wurden, allerdings dennoch Luft nach oben bestehe. 13 Prozent finden sogar, dass wegen enormer Fortschritte keine fundamentalen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern mehr existieren. Eine alarmierende Situation sehen nur zwei Prozent.

Als größtes Problem betrachten die Teilnehmer die Gewalt gegen Frauen, dies mit immerhin 71 Prozent.

Auffallend ist, dass fast doppelt so viele Frauen wie Männer, 823 zu 462, an der Befragung teilgenommen haben. Dies veranlasste die Ministerin dann auch zu der Bemerkung, man müsse die Männer noch stärker mit ins Boot nehmen. Ein Fortschritt könne nur gelingen, wenn sich jeder von der Thematik betroffen fühle. Erwähnenswert ist ebenfalls, dass es sich bei immerhin 381 der Teilnehmer um Grenzgänger handelt.

Uneinig zeigen sich die Geschlechter bei der Gewichtung der Probleme.

In mehreren Bereichen sehen die Befragten eine stärkere Sensibilisierung und Prävention als den Schlüssel zum Abbau von Ungleichheiten.



Verpflichtende Frauenquoten in der Politik stoßen hingegen auf wenig Zustimmung, nur 27 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus.

Am häufigsten mit Stereotypen werden die Menschen laut der Umfrage am Arbeitsplatz und in den Medien konfrontiert.

Bei den Gruppen, die als besonders anfällig für ungleiche Behandlung zwischen Männern und Frauen angesehen werden, liegen die Alleinerziehenden mit 55 Prozent an der Spitze.

Auf die Frage, warum seit dem Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes im Jahre 2016 noch niemand eine Klage wegen Lohnungleichheit eingereicht hat, meinte Bofferding, dies könne daran liegen, dass viele Arbeitnehmer schlicht nicht wüssten, was ihre Arbeitskollegen verdienen.


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