Umfrage in der „Fonction publique”

Neun von zehn Staatsbeamten zufrieden

Die Umfrageteilnehmer lobten vor allem die Bezahlung, den Arbeitsinhalt und die Atmosphäre in der Mannschaft.
Die Umfrageteilnehmer lobten vor allem die Bezahlung, den Arbeitsinhalt und die Atmosphäre in der Mannschaft.
Pierre Matge

(ham) - Zufriedene Mitarbeiter sorgen für einen zufriedenen Chef. So überraschte es kaum, dass sich am Montagmorgen ein sichtlich gut gelaunter Minister für den öffentlichen Dienst der Presse stellte. Anlass war die Präsentation einer Umfrage über das Wohlbefinden im öffentlichen Dienst.

Und dieses scheint den Resultaten zufolge doch recht hoch zu sein: Fast neun von zehn Staatsbeamten und -angestellten sind zufrieden mit ihrem Posten. „Das Wohlbefinden ist generell sehr hoch: 45 Prozent sagen sogar, dass sie ,äußerst' oder ,sehr zufrieden' sind“, so Minister Dan Kersch im Rahmen der Pressekonferenz in der Coque. So würden denn auch 71 Prozent der Umfrageteilnehmer ihren Freunden oder Familienmitgliedern raten, in den öffentlichen Dienst zu wechseln.

Acht von zehn Staatsbediensteten sind stolz auf ihre Arbeit im Dienst der Allgemeinheit. „Das muss an dieser Stelle unterstrichen werden“, fuhr Minister Kersch fort. Weniger positiv sei jedoch, dass immerhin 38 Prozent angaben, in den letzten Wochen und Monaten an Motivationsmangel gelitten zu haben. „Das zeigt allerdings, wie wichtig solche Umfragen sind“, so Kersch, der in dieser Hinsicht rasch Abhilfe schaffen möchte.

Bei näherer Betrachtung tun sich nämlich die möglichen Gründe für diesen Motivationsmangel auf: Mehr als ein Drittel der Umfrageteilnehmer sahen Probleme in der internen Kommunikation, während nur 30 Prozent der Meinung waren, dass ihre Kompetenzen auch richtig eingesetzt werden. 32 Prozent der Staatsbediensteten sagten sich in einem Zustand des Dauerstresses, 31 Prozent sahen ihre Psyche negativ durch ihre Arbeit beeinflusst. „Leider ist das nicht einer jener Bereiche, in denen die ,Fonction publique' punkten kann“, so Dan Kersch. „Diese Resultate zeigen aber, dass es in diesem Bereich noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.“

Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Mehrheit mehr als zufrieden mit ihrer Stelle beim Staat ist. Und dies in der Hauptsache wegen der Bezahlung (88 Prozent), ihrem Posten (89 Prozent) und der Arbeit, die ihnen anvertraut wird (87 Prozent). 76 Prozent bezeugten ihrem Dienst eine gute Atmosphäre, während ein gleicher Prozentsatz die Arbeitskonditionen lobte.

Von den 26 693 möglichen Staatsbeamten und Angestellten hatten 6 848 Staatsbedienstete teilgenommen. Die Umfrage wurde zwischen dem 24. April und dem 31. Mai 2017 durchgeführt.