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Umfrage: Gutes Nebeneinander der Nationalitäten
Politik 2 Min. 06.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Umfrage: Gutes Nebeneinander der Nationalitäten

Sowohl Luxemburger als auch Ausländer fühlen mehrheitlich eine starke Verbundenheit mit dem Großherzogtum und leben gerne hier.

Umfrage: Gutes Nebeneinander der Nationalitäten

Sowohl Luxemburger als auch Ausländer fühlen mehrheitlich eine starke Verbundenheit mit dem Großherzogtum und leben gerne hier.
Foto: Lex Kleren
Politik 2 Min. 06.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Umfrage: Gutes Nebeneinander der Nationalitäten

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Ausländer und Luxemburger bewerten das Zusammenleben im Großherzogtum ähnlich. Unterschiede gibt es vor allem bei der Bedeutung des Luxemburgischen.

Zwischen dem 23. September und dem 22. Oktober 2019 hat das Umfrageinstitut TNS Ilres im Auftrag der Ausländerorganisation ASTI 1.119 Personen, 587 Luxemburger, 348 Ausländer und 184 Personen mit doppelter Nationalität, zum Zusammenleben in Luxemburg befragt, die teils widersprüchlichen Ergebnisse wurden am Montag auf einer Videopressekonferenz präsentiert. 

Einig sind sich die Befragten darin, dass sie gerne in Luxemburg leben. Wenn sie vor der Wahl stünden, würden sich 74 Prozent erneut respektive erstmals für einen Wohnort in Luxemburg entscheiden. Von den ins Großherzogtum Eingewanderten würden sich sogar 86 Prozent erneut für Luxemburg aussprechen. 81 Prozent begründen das mit der hohen Lebensqualität, 63 Prozent nennen die Sicherheit als wichtigen Grund. 

Auch bei der Bewertung des Zusammenlebens herrscht Einigkeit. So sind 78 Prozent der Befragten der Meinung, dass Luxemburger und Ausländer gut zusammenleben. Gleichzeitig meinen allerdings auch 64 Prozent, dass Ausländer und Luxemburger zwar neben- aber nicht miteinander leben. 

Identifikation mit der Familie 

Die eigene Identität definieren die meisten Menschen, ganze 71 Prozent, über die Familie. Den zweiten Platz teilen sich die Muttersprache und sämtliche beherrschte Sprachen mit 47 Prozent. Auf Platz vier liegt mit 44 Prozent die Nationalität. Hier fällt auf, dass diese für Luxemburger mit 56 Prozent wesentlich wichtiger als für Ausländer mit 32 Prozent ist. 

Auch die Bedeutung des Beherrschens der luxemburgischen Sprache für die Integration schätzen Luxemburger und Ausländer unterschiedlich ein. Während das Sprechen des Luxemburgischen für 91 Prozent der Luxemburger ein Zeichen von Integration ist, sehen dies „nur“ 72 Prozent der Ausländer so. Bei Personen mit doppelter Nationalität sind es 79 Prozent. Ausländer schätzen es als wichtiger ein, eine der drei Landessprachen zu beherrschen. 

Wählen wichtiger als Nationalität

Unterschiede gibt es auch in Bezug auf die luxemburgische Nationalität. Für 68 Prozent der Luxemburger ist dies ein Zeichen von Integration, allerdings lediglich für 48 Prozent der Ausländer. Menschen mit doppelter Nationalität liegen mit 58 Prozent dazwischen. In Luxemburg wählen zu können, sehen jeweils 84 Prozent der Ausländer und Personen mit doppelter Nationalität als Integrationszeichen. Bei den Luxemburgern sind es immerhin noch 78 Prozent.  


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