Mit einem gemeinsamen Gebet der Religionen wurde in der Kathedrale von Luxemburg der religiöse Teil des Nationalfeiertags begangen. Musikalisch wurde an das Kriegsende vor 70 Jahren erinnert. Erzbischof Jean-Claude Hollerich kritisierte in deutlichen Worten aufkommende Ablehnung von Flüchtlingen.
Te Deum in der Kathedrale: Erzbischof fordert mehr Solidarität mit Flüchtlingen
Mit einem gemeinsamen Gebet der Religionen wurde in der Kathedrale von Luxemburg der religiöse Teil des Nationalfeiertags begangen. Musikalisch wurde an das Kriegsende vor 70 Jahren erinnert. Erzbischof Jean-Claude Hollerich kritisierte in deutlichen Worten aufkommende Ablehnung von Flüchtlingen.
(rar) - Mit einem gemeinsamen Gebet der Religionen wurde in der Kathedrale von Luxemburg der letzte öffentliche Teil des Nationalfeiertags begangen. Wie bereits im Vorjahr war die mit rot-weiß-blauen Blumen geschmückten Kathedrale bis auf den letzten Platz besetzt.
"Wir beten heute für den Großherzog und dafür, dass wir mit allen Religionen geschlossen in die Zukunft gehen", sagte Erzbischof Jean-Claude Hollerich bei seiner Begrüßung, bevor Großrabbiner Alain Nacache, der Imam der moslemischen Gemeinschaft, Muhamed Rizvic, sowie Volker Strauß, Pastor protestantischen Kirche in Luxemburg, Gebete ihrer religiösen Gemeinschaften sprachen.
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Nationalfeiertag 2015 in der Kathedrale
Foto:Gerry Huberty
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Nationalfeiertag 2015 in der Kathedrale Foto:Gerry Huberty
Nationalfeierdag,Fete Nationale 2015 TE DEUM, Foto:Gerry Huberty
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Nationalfeiertag 2015 in der Kathedrale Foto:Gerry Huberty
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Nationalfeierdag,Fete Nationale 2015 TE DEUM,Hüte,Hittparad, Foto:Gerry Huberty
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Nationalfeiertag 2015 in der Kathedrale Foto:Gerry Huberty
Nationalfeiertag 2015 in der Kathedrale Foto:Gerry Huberty
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Nationalfeiertag 2015 in der Kathedrale Foto:Gerry Huberty
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Nationalfeiertag 2015 in der Kathedrale Foto:Gerry Huberty
Nationalfeiertag 2015 in der Kathedrale Foto:Gerry Huberty
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Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa hatten mit Erbgroßherzog Guillaume, Erbgroßherzogin Stéphanie sowie den Prinzen Félix und Prinzessin Claire, Prinz Louis und Prinzessin Tessy und Prinz Sébastien und Prinzessin Alexandra im festlich geschmückten Chor des Gotteshauses Platz genommen. Premier Xavier Bettel sowie mehrere Minister nahmen an der Feier ebenso teil wie zahlreiche Diplomaten, Abgeordnete und Vertreter von Justiz und Verwaltung.
Musikalische Erinnerung an den April 1945
70 Jahre nach der Rückkehr der Großherzogin Charlotte aus dem Exil erinnerte das musikalische Programm an das historische Datum vom 14. April 1945. Am Tag nach der Ankunft der Monarchin in Luxemburg fand in der Kathedrale eine Danksagungsmesse statt.
Wenn das so wäre, dann hätten wir unsere Luxemburger Identität verraten. Dann hätten wir es nicht mehr verdient, die Rückkehr der Großherzogin zu feiern.
Damals wurde die Adaptation des "Wilhelmus" erstmals aufgeführt, die an diesem Feiertag zur Einleitung erklang. Auch das "Domine salvum fac" von Albert Leblanc stammt aus dem Gottesdienst vom 15. April 1945.
Erzbischof Jean-Claude Hollerich ging in seiner Predigt auf die Identität der Luxemburger Nation ein. Gerade die Kathedrale sei ein Ort, der durch die Rückkehr von Großherzogin Charlotte aus dem Exil mit der Geschichte des Landes und daher mit der nationalen Identität verbunden sei. Identität sei wichtig in Zeiten rapiden gesellschaftlichen Wandels. "Zur Identität eines Landes gehören die Religionen."
Kommentare im Internet: "Dafür müssen wir uns schämen!"
Jean-Claude Hollerich verknüpfte das Wesen der nationalen Identität mit dem dramatischen Schicksal von Flüchtlingen in aller Welt und in Luxemburg. "Es macht mich traurig, wenn ich in manchen Internet-Kommentaren lese, was dort über Flüchtling gesagt wird", so Hollerich. "Dafür müssen wir uns schämen!"
Diese Menschen hätten viel Leid auf sich genommen, seien vertrieben worden. "Und wir, mit unseren Werten, wären nicht mehr bereit, diese Menschen aufzunehmen?", fragte Jean-Claude Hollerich. "Wenn das so wäre, dann hätten wir unsere Luxemburger Identität verraten. Dann hätten wir es nicht mehr verdient, die Rückkehr der Großherzogin und der Freiheit zu feiern."
Zum zweiten Mal nach 2014 war die religiöse Feier für den Nachmittag des 23. Juni anberaumt worden. Erzbischof Jean-Claude Hollerich hatte die Bevölkerung eingeladen, an diesem "Te Deum", der Danksagung an Gott, teilzunehmen. Alle Gläubigen waren dazu aufgerufen, am Nationalfeiertag für den Großherzog, die politischen Entscheidungsträger und das Wohl des Landes zu beten, hieß es in der Einladung des Erzbistums.
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Nationalfeiertag: Die Hüte, die beim "Te Deum" getragen wurden.
Foto:Gerry Huberty
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Nationalfeiertag: Die Hüte, die beim "Te Deum" getragen wurden. Foto:Gerry Huberty
Nationalfeiertag: Die Hüte, die beim "Te Deum" getragen wurden. Foto:Gerry Huberty
Nationalfeiertag: Die Hüte, die beim "Te Deum" getragen wurden. Foto:Gerry Huberty
Alice Walpole, britische Botschafterin in Luxemburg. Foto:Gerry Huberty
Astrid Lulling Foto:Gerry Huberty
Aline Schleder Foto:Gerry Huberty
Nationalfeiertag: Die Hüte, die beim "Te Deum" getragen wurden. Foto:Gerry Huberty
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Nationalfeiertag: Die Hüte, die beim "Te Deum" getragen wurden. Foto:Gerry Huberty
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Mit dem "Te Deum" in der Kathedrale von Luxemburg wird der letzte öffentliche Teil des Nationalfeiertags begangen. Die schönsten Bilder von der kirchlichen Feier sehen Sie hier.
Ein Moment der Stille: Im Rahmen des zivilen Festakts stand besonders die posthum geehrte Polizistin Yasmine Grisius im Fokus. Im Gedenken hielten alle Anwesenden in der Philharmonie für einen Moment inne. In ihren Reden betonten die Staatsoberen besonders den notwendigen Zusammenhalt in einer trotzdem so offenen Gesellschaft wie Luxemburg.
Die großherzogliche Familie ist am Nationalfeiertag in voller Aktion. Am Nachmittag zeigte sie sich unter transparenten Regenschirmen auf dem Balkon des großherzoglichen Palastes.
Premierminister Xavier Bettel hat Versäumnisse bei der Kampagne für das Referendum eingeräumt. In seiner Ansprache zum Nationalfeiertag sagte er am Montag, die Partizipation an politischen Entscheidungen solle in Zukunft früher anfangen.
Die Kirche Luxemburgs will sich in Zukunft stärker um die Flüchtlinge kümmern. "Reach a Hand" heißt die Aktion, die zur "Rentrée" starten soll. Zwei Flüchtlinge aus Eritrea wohnen bereits im Bischofshaus.
Falls die freie Religionsausübung beschnitten werden sollte, drohe ein "Kulturkampf", sagte Hollerich in einem Gespräch mit der katholischen Nachrichtenagentur. Ohne staatliche Gehaltszahlungen könne die Kirche nur drei Jahre lang überleben.
Am Dienstagabend geht es beim LSAP-Landeskongress in Niederkerschen um die Neubesetzung der Spitzenposten. Wie bei vielen anderen Parteien stehen auch bei den Sozialisten die Zeichen auf Erneuerung. Der Kongress im Liveticker.
Der Überlebensinstinkt der LSAP ist bemerkenswert. Obwohl der letzte Wahlsieg schon lange zurückliegt, ist es den Sozialisten stets gelungen, ihre Hände an den Hebeln der Regierungsmacht zu halten.
Das Gesundheitsministerium startet eine Umfrage über das Gesundheitsbefinden der Bevölkerung. 18.000 Menschen werden angeschrieben und aufgefordert, an der Studie teilzunehmen.
Am Montag stellten die drei Europaabgeordneten der CSV, Frank Engel, Georges Bach und Christophe Hansen, die wichtigsten Dossiers vor, an denen sie bis zum Ende der aktuellen europäischen Legislaturperiode arbeiten werden.
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